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Handlungshinweise bei Diskriminierung und Belästigung

Wenn Sie belästigt werden oder Sie bemerken, dass eine Person in Ihrer Umgebung belästigt wird bzw. sich Ihnen anvertraut, dann sollten Sie auf folgende Dinge achten:

Handlungshinweise, wenn Sie diskriminiert und belästigt werden

  • Nehmen Sie Ihre Wahrnehmung ernst, wenn Sie Situationen als unangemessen, unangenehm oder beängstigend erlebt haben, auch wenn Sie vielleicht auf das Unverständnis anderer dabei stoßen.
  • Halten Sie sich vor Augen, dass Sie kein Einzelfall sind und dass Sie diskriminierendes und belästigendes Verhalten nicht tolerieren müssen.
  • Teilen Sie, falls angemessen, ihrem Gegenüber deutlich mit, welche Verhaltensweisen Sie als belästigend empfunden haben. Formulieren Sie Ihre Vorstellungen für sein oder ihr zukünftiges Verhalten. Denn: Frühzeitig zu handeln erhöht die Chance, dass die Belästigung aufhört.
  • Dokumentieren Sie Zeit, den genauen Ort, die Personenbeschreibung bzw. – soweit bekannt – den Namen der Person_en, mögliche Zeugen, Umstände des Vorfalls und Beweise (heben Sie Briefe oder E-Mails auf), falls Sie später eine Beschwerde einreichen möchten.
  • Holen Sie sich Unterstützung. Wenden Sie sich dafür an vertraute Personen und / oder an die Beratungsstellen der Frankfurt UAS, auch wenn ein Vorfall schon etwas länger zurückliegt.
  • In einem vertraulichen Beratungsgespräch besprechen Sie Ihr Anliegen und mögliche Optionen. Eine Beratung ist auch anonym möglich. Maßnahmen werden nur im Einverständnis mit der betroffenen Person getroffen.
  • Welche Sanktionen möglich und notwendig sind, hängt vom Schweregrad der Vorfalls ab und welcher Statusgruppe der Belästiger oder die Belästigerin angehört.

Handlungshinweise als Zeuge_in von Diskriminierung oder Belästigung

  • Sehen Sie nicht weg, sondern versuchen Sie, aufmerksam zu sein!
  • Wenn Sie sich nicht sicher sind: Mischen Sie sich ein und fragen Sie nach, ob die vermeintlich belästigte Person Hilfe braucht. Sie kann dann selbst entscheiden, ob sie die Unterstützung annehmen möchte.
  • Falls Ihr Hilfsangebot von der betroffenen Person empört abgelehnt werden sollte: Lassen Sie sich durch eine Ablehnung nicht entmutigen, weiter Zivilcourage zu zeigen.
  • Signalisieren Sie der belästigenden Person, dass ihr Tun nicht unbeobachtet bleibt.
  • Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr! Rufen Sie die Polizei.
  • Wenn die Belästigungssituation vorüber ist: Fragen Sie die betroffene Person, wie es ihr geht und ob Sie etwas für sie tun können.
  • Weitere Schritte sollten Sie grundsätzlich nur im Einverständnis mit der betroffenen Person unternehmen. Sollten Sie in einer bestimmten Situation jedoch den Eindruck gewinnen, dass eine Person sich entweder selbst gefährdet oder durch eine andere Person in Gefahr ist, können Sie auch selbst handeln. Dies kann bspw. relevant sein, wenn die Person sich in einem Schockzustand befindet.
  • Stellen Sie, falls angemessen, die belästigende Person zur Rede und machen Sie deutlich, dass Sie deren übergriffiges Verhalten unangemessen finden. Günstig ist eine Situation unter vier Augen. Hier kann der Belästiger bzw. die Belästigerin die Kritik an seinem_ihrem Verhalten am ehesten annehmen, ohne das Gefühl zu haben, sich sofort rechtfertigen und Gegenposition beziehen zu müssen.
  • Wird eine Beschwerde eingereicht oder eine Anzeige erhoben, stehen Sie als Zeugin oder Zeuge zur Verfügung.
  • Holen Sie sich selbst Hilfe, falls der Vorfall Sie emotional belastet. Auch Zeug_innen haben die Möglichkeit sich bei Opferberatungsstellen beraten zu lassen.

Handlungshinweise, wenn sich eine belästigte Person Ihnen anvertraut

Wenn eine von Diskriminierung betroffene Person sich Ihnen anvertraut, dann sollten Sie auf folgende Dinge achten:

  • Nehmen Sie die Gefühle der Person ernst und respektieren Sie diese.
  • Vermeiden Sie Wertungen: wie: „Na, so schlimm war das nicht!“ oder „Die ist nun mal so, das weißt du doch, ihre Witze sind eben etwas deftiger!“
  • Fokussieren Sie sich auf das Befinden der betroffenen Person und machen Sie deutlich, dass sie keine Verantwortung für die Übergriffe trägt. Vermeiden Sie Rechtfertigungsdruck wie Bsp.: „Wieso bist du denn auch zu Fuß gegangen?“, „Warum hast du denn nichts dagegen gesagt/getan?“
  • Vermeiden Sie Ausbrüche von Wut und Empörung, auch wenn diese sich ausschließlich gegen den Belästiger_die Belästigerin wendet. (Bsp.: „Wenn der Kerl mir über den Weg läuft, mach ich den fertig!“) Diese Reaktionen sind verständlich, belasten jedoch die betroffene Person zusätzlich.
  • Bieten Sie für kommende Situationen aktiv Ihre Hilfe an, aber nur, wenn Sie dieses Angebot auch leisten und einhalten können
    (Bsp.: „Kannst du Rückendeckung gebrauchen, wenn der Typ dir wieder auf die Pelle rückt?“).
  • Ermutigen Sie die betroffene Person sich an eine Beratungsstelle zu wenden.
  • Wahren Sie das Selbstbestimmungsrecht: Unternehmen Sie nichts gegen den Willen der ratsuchenden Person. Sonst überschreiten Sie die Grenze dieser erneut und schränken ihr Selbstbestimmungsrecht über die Situation ein.
  • Holen Sie sich selbst Hilfe, falls das Gespräch Sie emotional belastet.
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