Öffnungszeiten

02. Januar - 25. Februar 2017

Mo - Fr 09:00 - 22:00 Uhr
Sa 10:00 - 22:00 Uhr

Neuanmeldung und Gebührenzahlung bis 17 Uhr,
Sa bis 15 Uhr

Öffnungszeiten 2017

 

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Telefon: (069) 1533-3300

 

 

FAQ zu § 52a UrhG ab 01.01.2017

Was ist der Inhalt von § 52a UrhG?

Nach § 52a UrhG können urheberrechtlich geschützte Werke unter bestimmten Voraussetzungen in digitaler Form im Intranet (z.B. Moodle und BSCW-Server) für Unterricht und Forschung zugänglich gemacht werden.

Voraussetzungen:

  • Veröffentlichte kleine Teile eines Werkes (bis max. 12 % eines Werkes, jedoch nicht mehr als 100 S.), Werke geringen Umfangs (bis 25 S.) + einzelne Beiträge aus Zeitungen/Zeitschriften (ohne Seitenbeschränkung)
  • Zur Veranschaulichung im Unterricht oder eigene Forschung
  • Kein kommerzieller Zweck
  • Bereitstellung nur für einen abgegrenzten Teilnehmerkreis (vgl. § 52a Abs.1 UrhG).
  • Digitalisierung und Verfügbarmachung ist nur dann zulässig, wenn der Rechteinhaber (Verlag) keine angemessene Lizenz für die Nutzung anbietet. (vgl. Urteil des BGH I ZR 76/12 vom 28.11.2013).
  • Für die Nutzung bzw. Zugänglichmachung ist eine angemessene ist Vergütung zu zahlen (vgl. § 52a Abs 4).

Was ändert sich in 2017 im Urheberrecht?

§ 52a UrhG bleibt unverändert bestehen. Gemäß § 52a Abs 4 ist jedoch für die Nutzung bzw. Zugänglichmachung von Materialien nach § 52 a eine Vergütung zu entrichten.

Bis zum 30.09.2017

Bis Ende 2016 wurden die urheberrechtlichen Ansprüche für Schriftwerke nach § 52a pauschal vom Land Hessen vergütet und an die VG WORT abgeführt. Für die Vergütung ab 01.01.2017 war ein Rahmenvertrag vorgesehen, bei dem die Hochschulen verpflichtet gewesen wären, die Nutzung einzeln zu erheben, zu melden und nutzungsbezogen direkt mit der VG Wort abzurechnen. Diesem Vertrag sind die meisten Hochschulen in Deutschland nicht beigetreten.

Daraufhin haben sich KMK, HRK und VG Wort darauf geeinigt, die Pauschalvergütung bis zum 30.09.2017 zu verlängern. Damit können Sie digitale Semesterapparate gemäß den Bestimmungen von § 52a UrhG über den Jahreswechsel hinaus bis zum 30.09.2017 für Ihre Studierenden bereitstellen. Es ist auch bis dahin nicht mehr erforderlich, dass Sie digitalisierte Materialien oder gesamte Kurse in Moodle oder anderen geschlossenen Kursumgebungen löschen. 

Ab 01.01.2017

Die KMK, HRK und VG Wort haben eine gemeinsame Arbeitsgruppe gebildet. Die AG hat angekündigt, bis zum 30. September 2017 unter Berücksichtigung der BGH-Entscheidung vom 20. März 2013, die eine Einzelerfassung vorsieht, eine praktikable Lösung zu erarbeiten, die an den deutschen Hochschulen einsetzbar ist.  

Wir werden Sie auf dem Laufenden halten, sobald uns weitere Informationen vorliegen.

Wo finde ich wissenschaftliche Literatur im Open Access?

Suchmaschine BASE

  • Eine der weltweit größten Suchmaschinen für wissenschaftliche Literatur im Internet, z.B. Zeitschriftenartikel, Preprints und Forschungsdaten
  • Die Quellen werden intellektuell ausgewählt und geprüft
  • Enthält über 100 Millionen Dokumente aus über 4.000 Quellen, bei etwa 60% sind die Volltexte frei zugänglich
  • Betreiber ist die Universitätsbibliothek Bielefeld

https://www.base-search.net/

Directory of Open Access Journals (DOAJ)

  • Verzeichnis von internationalen Open-Access-Zeitschriften, viele davon mit Peer-Review-Verfahren
  • Enthält ca. 9000 Open-Access-Zeitschriften aller Wissenschaftsgebiete

https://doaj.org/

Directory of Open Access Books (DOAB)

  • Verzeichnis von E-Books, die im Open Access zur Verfügung stehen, darunter E-Books von Springer und Brill

http://www.doabooks.org/

Darüber hinaus gibt es eine Reihe fachspezifischer Suchmaschinen bzw. Open-Access-Datenbanken.

 

 

Wie kann ich vom Zitatrecht Gebrauch machen?

Unter folgenden Vorraussetzungen können Sie im Rahmen des geltenden Urheberrecht fremde Werke zitieren. 

  • Der Schwerpunkt muss die eigene Konzeption des Materials sein.
  • Das Zitat darf dann zur Verdeutlichung des eigenen Konzeptes oder im Rahmen eines wissenschaftlichen Diskurses, also der wissenschaftlichen Aufarbeitung einer Fachfrage verwendet werden (=Belegfunktion). 
  • Fremde Werke dürfen nur in dem Umfang zitiert werden, der für die Darstellung wirklich notwendig ist.
  • Die jeweilige Quellenangabe muss den Namen des Urhebers und die Quelle beinhalten.

Hinweis: Eine Verwendung von Bildern ohne inhaltliche Notwendigkeit, allein zum Zweck der Verschönerung, ist nicht erlaubt, weil der wissenschaftliche Inhalt auch ohne diese Bilder dargestellt werden kann.

Vgl. Merkblatt für Lehrende zu urheberrechtlichen Aspekten von Dateien in der Lernplattform Moodle der Frankfurt University of Applied Sciences (Stand 08. Juli 2014), S. 4.

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