Aktuelle Forschungsprojekte am Fachbereich 3:
Wirtschaft und Recht

Vergleichende Untersuchung verschiedener NoSQL Datenbanksysteme im Hinblick auf die Bereitstellung und Verarbeitung von Metadaten

Das Projekt beschäftigt sich mit einer vergleichenden Untersuchung verschiedener NoSQL Datenbanksysteme, die für die Verarbeitung von "Big Data" konzipiert sind. Besonderer Fokus liegt hierbei auf die Bereitstellung und Verarbeitung von Metadaten und dem Konflikt zwischen der "Schemafreiheit" - Ausweis der Flexibilität - und der Zuverlässigkeit hinsichtlich der Aussagefähigkeit von Auswertungen: Dass man Äpfel und Birnen nicht zusammenzählen kann, lernt man in der Grundschule. Eine Summe von Werten ist nur dann aussagekräftig, wenn man die Einzelwerte auch summieren kann - sind einige oder viele davon keine Zahlen, stimmt das Ergebnis nicht. Aus Auswertungen bzgl. des Aufbaus der Dokumente einer Sammlung lassen sich Informationen über die Zuverlässigkeit von aggregierenden Auswertungen gewinnen.

Projektlaufzeit: Juni 2014 - Juni 2017
Ansprechpartner: Prof. Dr. Michael Unterstein
Veröffentlichungen: NoSQL-Datenbanken – Praxis 

Genderspezifische Verhandlungskompetenz und ihre Auswirkungen auf Vergütungs- und Aufstiegsverhandlungen

Folgestudie zu der 2006/2007 durchgeführten Befragung von Führungskräften zu Gehalts- und Aufstiegsverhandlungen.

Frauen in Führungspositionen sind in Deutschland nach wie vor unterrepräsentiert und haben im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen einen deutlichen Einkommensnachteil zu verzeichnen. Bei Führungskräften kann in der Regel die Vergütungsfindung nicht auf eine Arbeitsplatzbewertung zurückgeführt werden. Die unterschiedliche Bewertung gleichwertiger Tätigkeiten schlägt sich daher entscheidend auf die Höhe der Vergütung nieder. Verhandlungsdispositionen, Verhandlungskompetenzen und Verhandlungsstrategien von Frauen und Männern haben einen erheblichen Einfluss auf die Höhe der Bezahlung und damit auf die Lohnlücke. Mit unserem zwischen 2006 und 2009 durchgeführten Forschungsprojekt „Genderspezifische Verhandlungskompetenzen und ihre Auswirkungen auf Gehalts- und Aufstiegsverhandlun-gen" (finanziell gefördert durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst) hatten wir untersucht, welche Rolle die geschlechtstypische Verhandlungskompetenz von Frauen für ihren Aufstieg und das erzielte Gehalt spielt (Ruppert, A./M. Voigt (2009), Gehalt und Aufstieg, Mythen – Fakten – Modelle erfolgreichen Verhandelns, Aachen). Damit konnten wir belegen, dass der Einfluss der Verhandlung auf die unterschiedliche Karriereentwicklung von weiblichen und männlichen Führungskräften erheblich war. Wir konnten nachweisen, dass geschlechtstypische Unterschiede in den Verhandlungskompetenzen sich negativ auf den Erfolg weiblicher Führungskräfte bei Gehalts- und Aufstiegsverhandlungen auswirkten. Diese geschlechtstypischen Unterschiede bezogen sich sowohl auf die grundsätzliche Disposition gegenüber Gehalts- und Aufstiegsverhandlungen als auch auf geschlechtstypische Unterschiede im Hinblick auf die kommunikativen Skills.

Seit der Datenerhebung in dieser Studie sind nunmehr 10 Jahre vergangen und es stellt sich daher die Frage, ob diese Ergebnisse nach wie vor aktuell sind oder ob und wenn ja, welche Veränderungen sich in den vergangenen 10 Jahren ergeben haben. Die sich aus der geplanten Folgestudie ergebenden Erkenntnisse sind notwendig, um Lösungskonzepte, Interventionen und Handlungsempfehlungen zu entwickeln, um der bestehenden sozialen Ungleichheit aufgrund des Geschlechts entgegenzuwirken und indirekte Diskriminierung abzubauen.

Projektteam: Prof. Dr. Andrea Ruppret, Prof. Dr. Martina Voigt
Laufzeit: Dezember 2016 - Juni 2018
Kooperationspartner: BPW Germany (Business and Professional Women - Germany e.V.) und ULA - Deutscher Führungskräfte Verband Gefördert durch das Bundesministerium für Familie Senioren, Frauen und Jugend
Fördersumme: 34.980 EUR

Vorstudie zu Karrieren und Lebenswelten von Frauen - Alternative Karrieremodelle in Deutschland, eine Untersuchung zu Karrieren und Karriereverläufen

In Zeiten des demografischen Wandels und des Mangels an Fach‐ und Führungskräften, der Diskussion über Frauenquoten und dem verschärften Wettbewerb der Unternehmen, ist das Thema „Karriere berufstätiger Frauen“ in Deutschland nach wie vor relevant. Verschiedene Studien belegen, dass das Potential, insbesondere bei gut ausgebildeten Frauen, weiterhin nicht voll ausgeschöpft wird (vgl. Brumlop, 1994; Statistisches Bundesamt, 2012). Betrachtet man die klassischen Karriereverläufe kommen Frauen häufig nicht über eine bestimmte Ebene hinaus. Als sogenannte Gläserne Decke beschrieben, stoßen Frauen auf Barrieren im Unternehmen, welche in Form von Stereotypen, Vorurteilen, informellen Netzwerken, Führungsverhalten und Beziehungen innerhalb der Geschlechter zum Ausdruck kommen können (vgl. Federal Glass Ceiling Commission, 1995; Oakley, 2000). Dabei ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Karrierewege von Frauen mehr Varietät und Vielfältigkeit im Vergleich zu den Männern aufweisen und sich auch die Wahrnehmung der Karriere unterscheidet (vgl. Hertneky, 2012; Kirchmeyer, 1998, 2002; O’Neil, Hopkins, Bilimoria, 2008). Viele verbinden mit einer Karriere den klassischen, vertikalen Weg – mit Aufstieg und Übernahme von Führungsverantwortung. Wie es sich allerdings mit alternativen Karrierewegen verhält, wurde bislang nicht ausreichend betrachtet. So gelangen alternative Verläufe, wie beispielsweise die Projekt- und Fachkarriere immer mehr an Bedeutung (vgl. Blazek et al., 2011). Alternative Karriereszenarien, insbesondere die Projekt- und Fachkarriere, aber auch der Weg in die Selbstständigkeit sollen daher näher untersucht werden.

Projektlaufzeit: bis September 2017
Projektteam: Caprice Oona Weissenrieder und Prof. Dr. Regine Graml
Finanzierung: gFFZ

PhD-Project: Career Success of women – the importance of influence tactics

It is said that women have improved remarkably in progressing within the organisational hierarchy during the last decades. However, they still lack access to power and decision-making positions compared to men (European Commission, 2015b). When assessing the distribution of women and men at different management levels in the private sector across various company sizes and sectors, available data present a slightly better picture. However, women hold only 26% of the positions in top management and 38% of second management level positions (Kohaut and Möller, 2013). Even though, women become more often (co-)breadwinners as well (Baran et al., 2014; European Commission, 2015b; Zellmer, 2015).  

The issue of women’s career development is still of high interest due to several reasons (Burke and Ng, 2006; Cooper and Burke, 2002; Festing et al., 2013; McKinsey, 2011). In addition, research has repeatedly attempted to identify reasons and explain barriers women face with respect to career success (Eagly and Carli, 2007; Heilman, 2012; Morrison et al., 1987; Oakley, 2000). Moreover, different factors influencing the progression of women have already been analysed (Kirchmeyer, 2002; Melamed, 1995; Powell and Mainiero, 1992; Schneer and Reitman, 1995). However, studies often focus on barriers rather than factors that help women to go ahead. Therefore, this study aims to determine factors that have a positive influence on career advancements of female executives in Germany. Moreover, the analysis investigates the relationship between political skill, perceived organisational support, and career self-efficacy on career success of women in decision-making positions.

Contact person: Caprice Oona Weissenrieder
Promoting cooperation: Edinburgh Napier University

2. Frankfurter Karrierestudie: Karriereperspektiven berufstätiger Mütter

Die „2. Frankfurter Karrierestudie - Karriereperspektiven berufstätiger Mütter“ führt im Rahmen einer Online-Befragung von über 1000 berufstätigen Müttern eine aktuelle Bestandsaufnahme durch und erfasst, welche politischen und unternehmerischen Maßnahmen der vergangenen 5 Jahre tatsächlich Wirkung zeigen und was sich berufstätige Mütter von ihrem Umfeld in der Gesellschaft, am Arbeitsplatz und von der Politik für die Zukunft wünschen. Wie hat sich die Unternehmenskultur ggf. verändert? Sind berufstätige Mütter in Deutschland in ihrer Karriereentwicklung weiterhin beeinträchtigt und Diskriminierung ausgesetzt? Welche besonderen Chancen und Hindernisse erleben Mütter und auf welche Verhaltensweisen bei Vorgesetzten/Kolleginnen und Kollegen treffen sie in deutschen Unternehmen? Wie gelingt der Wiedereinstieg nach Schwangerschaft und Elternzeit?

Zielsetzung der Studie ist es, anhand der Ergebnisse Anreizsysteme für Unternehmen/Politik/ Gesellschaft zu empfehlen, um den Anteil der Frauen, die Mütter sind oder werden wollen, im Unternehmen zu halten, besser zu nutzen und zu erhöhen. Zudem soll die Studie die Öffentlichkeit für die aktuellen Wünsche und Probleme von berufstätigen Müttern in Deutschland sensibilisieren. 

Projektteam: Prof. Dr. Yvonne Ziegler, Prof. Dr. Regine Graml, Astrid Kramer (Wiss. MA)
Laufzeit: Juni 2016-Mai 2018

Your Career Advancement - Survey on career opportunities in the workplace for men and women in the Cayman Islands

Im Rahmen der Studie mit dem Titel „Your Career Advancement - Survey on career opportunities in the workplace for men and women in the Cayman Islands“ soll die aktuelle Situation der berufstätigen Frauen auf den Kaimaninseln beleuchtet werden – insbesondere im Hinblick auf die Chancengleichheit bei der Besetzung von Führungspositionen.

Die Annahmen und möglichen Gründe, dass es weniger Frauen in Führungspositionen gibt, sollen anhand einer Online-Befragung erforscht werden. Die Forschungsarbeit soll einen möglichst repräsentativen Status Quo der Arbeitswelt erheben und Empfehlungen geben, mit welchen Maßnahmen eine gleichberechtigtere Teilhabe der Frauen am Erwerbsleben erreicht werden kann. Die Kaimaninseln sind die wohlhabendste Inselgruppe der Karibik. Doch trotz des starken britischen und auch amerikanischen Einflusses scheint es für die Frauen auf den Kaimaninseln schwierig, eine gleichberechtigte, berufliche Teilhabe zu erlangen. Diese Studie wird die erste ihrer Art zum Thema Gleichberechtigung von Frauen im Berufsleben auf den Kaimaninseln sein. Die UAS arbeitet bei diesem Forschungsprojekt mit der Cayman Islands Society for Human Resources Professionals zusammen und will mit der Studie die Regierung für die Situation der Frauen sensibilisieren.   

Projektteam: Prof. Dr. Yvonne Ziegler, Astrid Kramer (Wiss. MA)
Kooperationspartner: Cayman Islands Society for Human Resources Professionals (CISHRP)
Laufzeit: April 2016- März 2017
Fördersumme: 5.000 EUR

Das Compliance-Index-Modell: Begrenzung von Compliance-Risiken durch den Einsatz kausalanalytischer Modelle zur Messung der wahrgenommenen Wirksamkeit von Compliance-Programmen

Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung eines angemessenen und wirksamen Compliance-Risiko-Managements in Banken und bei Finanzdienstleistern konzentriert sich Sebastian Ricks aktuelle Forschung auf die Begrenzung von Compliance-Risiken durch den Einsatz kausalanalytischer Modelle zur Messung der wahrgenommenen Wirksamkeit von Compliance-Programmen. Das von ihm in diesem Zusammenhang entwickelte „Compliance-Index-Modell“, ist aktuell das einzige empirisch fundierte ökonometrische Modell, das dazu in der Lage ist. Es misst objektiv, reliabel und valide, ob ein Compliance-Programm bei den Mitarbeitern einer Bank oder eines Finanzdienstleisters ankommt und somit letztlich zur Begrenzung von Compliance-Risiken beiträgt. Das Modell ermöglicht dem Anwender, neben der Messung der wahrgenommen Effektivität eines Compliance-Programms, den modellgestützten Aufbau strategischer sowie operativer Handlungsportfolios. Diese konkreten Handlungsportfolios helfen dabei zu priorisieren, was strategisch und operativ verändert werden muss, um Compliance-Risiken zu begrenzen.

Sebastian Ricks Forschung wird vom Frankfurter Institut für Risikomanagement und Regulierung (FIRM) gefördert.

Kontaktperson: Sebastian Rick

Monitoring and its effects on interest income

The study empirically investigates how advantages in information production affect loan rates and, consequently, the interest income of banks. To examine whether cost reductions from superior monitoring are passed on to the borrowers, a new ex-ante measure of monitoring efforts of a bank is applied. This measure directly investigates the efforts of a bank at assessing credit risk in the lending business through the use of a survey conducted among all German savings banks. Using a unique dataset, I find a robust and significant negative impact of superior monitoring efforts on the interest income of the bank.
The results indicate that interest rates are sufficiently high to provide banks with economic rents but sufficiently low to limit excessive risk-taking by firms.  

Contact Person: Prof. Dr. Dilek Bülbül

SPIRIX - Suche in Verteilten System

Im Rahmen des Forschungsprojekt SPIRIX wurde eine Suchmaschine für Peer-to-Peer Information Retrieval in XML-Dokumenten entwickelt, die beständig ausgebaut wird. Anhand dieser Suchmaschine wird erstmalig untersucht, inwiefern bei der verteilten Suche auf Peer-to-Peer Basis Strukturinformationen von XML-Dokumenten genutzt werden können, um die Suche sowohl effektiv als auch effizient bezüglich des Ressourcenverbrauchs zu gestalten. Neben technischen Experimenten, die Performance- und Suchqualitätsoptimierungen erzielen sollen, werden im Rahmen des Projekts auch soziale Aspekte wie die Privatsphäre des suchenden Benutzers und Sicherheitsaspekte untersucht. Mehr ...

Ansprechpartnerin: Prof. Dr. J. Winter 
Informationen zum Projekt: SPIRIX 
Publikationen zum Projekt: Publikationen zu SPIRIX 

 

 

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