Kontakt

Nibelungenplatz 3
BCN 7. OG
Raum 722
60318 Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 1533-3245
Fax: +49 69 1533-3246
buero@hessip.de
www.hessip.de

Kuratorium

Vorsitzender des Kuratoriums:
Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich
Präsident der Frankfurt University of Applied Sciences

Prof. Dr. Marion Großklaus-Seidel
Präsidentin der Evangelischen Hochschule Darmstadt

Prof. Dr. Karim Khakzar
Präsident der Hochschule Fulda

Institutsrat

Geschäftsführerin
Prof. Dr. phil. Ulrike Schulze
Frankfurt University of Applied Sciences
Tel.: +49 69 1533-2845
uschulze@fb4.fra-uas.de

Dr. Ulrike Manz
Evangelische Hochschule Darmstadt
Tel.: +49 6151 8798-46
ulrike.manz@eh-darmstadt.de

Prof. Dr. phil. Johannes Keogh
Hochschule Fulda
Tel.: +49 661 9640-622
Jan.Keogh@hs-fulda.de

Mitarbeiterinnen der Institutsverwaltung

Laura Todisco
Studierende im Masterstudiengang Pflegewissenschaft
B.A. Pflege und Gesundheitsförderung
Gesundheits- und Krankenpflegerin
Tel.: +49 69 1533-3245
laura.todisco@hessip.de

Alexandra Knoll
Studierende im Bachelorstudiengang Pflege- und Case Management
Gesundheits- und Krankenpflegerin

Tel.: +49 69 1533-3245
alexandra.knoll@hessip.de

Hessisches Institut für Pflegeforschung (HessIP)

Gründung und Ziel

Aufgrund des demografischen Wandels wird die Nachfrage nach pflegerischen Leistungen in Zukunft weiterhin steigen. Um pflegerische Leistungen effektiv, effizient und unter Wahrung humaner Bedingungen anbieten zu können, sind forschungsbasierte Kenntnisse nötig. Diese Herausforderungen vor Augen haben 2001 drei hessischen Hochschulen mit Pflegestudiengängen, die Evangelische Hochschule Darmstadt, die Fachhochschule Frankfurt am Main (heute Frankfurt University of Applied Sciences) und die Hochschule Fulda, das Hessische Institut für Pflegeforschung (HessIP) mit Geschäftsstelle in Frankfurt gegründet.

Studium und Lehre

Neben Erforschung pflegewissenschaftlicher Fragestellungen und deren Umsetzung in die Praxis, ist die Vernetzung von Forschung und Lehre ein weiteres Hauptaufgabengebiet des Instituts. Studierende der drei Hochschulen und darüber hinaus aus der gesamten Bundesrepublik sowie aus dem europäischen Ausland nutzen die Möglichkeit des Praktikums im HessIP. Zum einen um ihre berufspraktischen Semester durchzuführen, zum anderen um durch Mitwirkung an wissenschaftlichen Projekten wertvolle Erfahrungen und Erkenntnisse für den späteren Berufseinstieg zu sammeln.

Im Rahmen des Reakkreditierungsprozesses des Studiengangs BSc. Allgemeine Pflege (AP) der Frankfurt University of Applied Sciences wurde die Notwendigkeit gesehen, die klinischen Anteile des Studienganges zu evaluieren. Ein Hauptziel war die Verbesserungder Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität. Dazu wurden neben Studentinnen und Studenten des Studienganges auch Kooperationspartner sowie praxisnahe Mitarbeiter/-innen der Frankfurt University of Applied Sciences befragt. Durch die quantitative und qualitative Auswertung der Ergebnisse konnten neue Erkenntnisse gewonnen werden, die für die qualitativ orientierte Reakkreditierung von Vorteil waren.

Gleichzeitig lief an der Evangelischen Hochschule in Darmstadt eine Parallelstudie zur Entwicklung klinischer Pflegekompetenz bei Studierenden ohne Pflegeausbildung im Bachelor-Studiengang Pflege- und Gesundheitsförderung. Praktikumsauswertungen von Studierenden ohne Pflegeausbildung haben gezeigt, dass sie während der Praktikumseinsätze spezifischen Belastungen ausgesetzt sind, die sie von anderen Lernenden in der Pflege unterscheidet. Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse soll ein Praktikumskonzept entwickelt werden, welches näher an den Bedarfen der Studierenden liegt und sie gezielter auf spezifische Anforderungen in klinischen und psychosozialen Situationen vorbereitet.

Mit dem Ziel thematische Schwerpunkte studentischer Abschlussarbeiten zu identifizieren, wurden im Rahmen des Forschungsprojektes „PRO-HessIP“ 994 Abschlussarbeiten pflegeorientierter Studiengänge aus zwei ausgewählten Hochschulen (EvangelischeHochschule Darmstadt und Frankfurt University of Applied Sciences) inhaltsanalytisch ausgewertet.

Projekte

Seit seiner Gründung wurde das Institut zunehmend mit gesellschaftlich und gesundheitsökonomisch relevanten Fragestellungen konfrontiert, um diese aus spezifisch pflegewissenschaftlicher Perspektive zu untersuchen und zu beantworten. Zu folgenden Themenkomplexen wurde u. a. geforscht:

  • Versorgung älterer Menschen
  • Hilfskonzepte für Menschen mit Demenz und ihre Angehörige
  • Bedürfnisse sterbender Menschen, Palliative Care
  • Wohnkonzept für ältere psychiatrische Patienten
  • Klinische Pflege
  • Pflegeprozess, Pflegequalität, Pflegekompetenz, Pflegedokumentation
  • Assessmentinstrumente und Überleitung in der Pflege
  • Kommunikation in der Pflege
  • Prävention und Gesundheitsförderung
  • Soziale Ungleichheit und Pflege
  • Stationäre und ambulante Pflege, Betreuungseinrichtungen
  • Vernetzung zwischen den Sektoren im Gesundheitswesen
  • Interdisziplinäre Kooperation
  • Gesundheitsfachberufe, Pflegefachberufe
  • Personalbedarfserhebung
  • Vernetzung von Forschung und Lehre.

Das im Sommer 2013 abgeschlossene Projekt „Bewegung für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen“(IDEA) hatte eine Laufzeit von drei Jahren und wurde von dem hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit sowie den Landesverbänden der Pflegekassen in Hessen gefördert. Die Bildungsakademie des Landessportbundes Hessen e.V. und die Diakonie Hessen – Diakonisches Werk in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck e.V. legten ein Fundament für niedrigschwellige Betreuungsformen für Menschen mit Demenz. Das Hessische Institut für Pflegeforschung (HessIP) unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrike Schulze und wissenschaftlicher Mitarbeit von Frau Sabrina Khamo übernahm dabei den Evaluationsauftrag mit dem Ziel, die angebotenen Qualifikationen für künftige Lehrgänge zu optimieren und die nachhaltige Etablierung der aus dem Projekt heraus entstandenen Trainingsangebote (moment!-Gruppen) in den Regionen zu erfassen.

Die Zielsetzung des Projekts „Medikationsmanagement in der Gerontopsychiatrie“ (NetzWerkPlan) ist die Förderung der Vernetzung der Berufsgruppen Ärzt/-innen, Pflegefachpersonen und Apotheker/-innen. Dieses Ziel soll durch die Entwicklung eines Praxismodells im Hinblick auf das Medikationsmanagement gerontopsychiatrischer Patienten erreicht werden. Das Projekt ist eine Kooperation der Evangelischen Hochschule Darmstadt, des Hessischen Instituts für Pflegeforschung in Frankfurt und der Vitos Rheingau gemeinnützige GmbH und wird von der Apothekerin Dr. Stephanie Pfeuffer, Evangelische Hochschule Darmstadt, wissenschaftlich begleitet. Die Veröffentlichung des Abschlussberichts wird voraussichtlich im Februar 2014 erfolgen.

Das derzeit über drei Jahre laufende (2013-2015) Forschungsprojekt „Transdisziplinäre Professionalität im Bereich spezialisierter ambulanter Palliativversorgung“ (TP/SAPV) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und untersucht die Arbeits- und Kooperationsbeziehungen zwischen den Akteuren der Versorgung von schwerst- und sterbenskranken Menschen sowie deren Bedarfe und Bedürfnisse. Es handelt sich um eine Kooperation mit der Hochschule RheinMain und verschiedenen Projektpartnern aus der Praxis, der Verwaltung und Wissenschaft. Seitens der Frankfurt University of Applied Sciences wird das Projekt durch die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Nadine Walter und Ramona Hummel unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrike Schulze bearbeitet.

Zentrale WebredaktionID: 14218