Kontakt:

Prof. Dr. Heino Stöver
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Mobil: (0162) 1334 533

Masterstudiengang "Suchttherapie und Sozialmanagement in der Suchthilfe"

Im WiSe 2015/16 startete der Masterstudiengang „Suchttherapie und Sozialmanagement in der Suchthilfe M.A.” (Flyer) an der Frankfurt University of Applied Sciences. Dieser integriert eine von den Deutschen Rentenversicherern zertifizierte suchttherapeutische Ausbildung und richtet sich an SozialarbeiterInnen, PsychologInnen und ÄrztInnen.

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Gendersensible Suchtarbeit – Wie geht das?

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Fachbereiche > FB 4: Soziale Arbeit & Gesundheit > Forschung > Forschungsinstitute > ISFF > Forschungsprojekte > Analyse der Drogennotfallprophylaxe

Analyse der Drogennotfallprophylaxe bei Opiatabhängigen (DroNoPro)

Titel: Analyse der Drogennotfallprophylaxe bei Opiatabhängigen mit der Vergabe eines Opiatantagonisten (Naloxon) an Betroffene, PartnerInnen und Angehörige und entsprechendem Anwendungstraining (DroNoPro)

Projektleitung: Prof. Dr. Bettina Bretländer

Mitarbeiter am ISFF: Prof. Dr. Heino Stöver, Anna Dichtl M.A.

Kooperationspartner: akzept (Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik) Berlin, Fixpunkt Berlin, Integrative Drogenhilfe Frankfurt, Malteser Frankfurt

Laufzeit: 03.2014-02.2015

Finanzielle Förderung: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Berichte für den Auftraggeber: Endbericht, Fachartikel

 

Drogennotfälle stellen ein alltägliches Geschehen im Leben injizierender OpiatgebraucherInnen dar. Laut Bundeskriminalamt (BKA) verstarben 2012 in Deutschland 944 Menschen an ihrem Drogenkonsum, davon fast zwei Drittel an den Folgen einer Vergiftung mit Opiaten (v.a. Heroin). Dem Tod durch Opiatüberdosierung kann mit geeigneten Präventionsmaßnahmen vorgebeugt werden – die Risikofaktoren, ebenso wie die Notfallmaßnahmen sind bekannt (Darke et al. 2007a, 2007b, 2011; EMCDDA 2011). Die schnellste und effektivste Behandlung einer akuten Heroinüberdosis erfolgt mit dem Opiatantagonist Naloxon, der auch in der Notfallmedizin als Antidot bei Überdosierungen verwendet wird. Nalaxon hebt die Wirkungen, die durch Opiate und Opioide verursacht werden teilweise oder ganz auf. Es kann nicht falsch angewandt werden. In anderen EU-Ländern (v.a. UK), und auch in den USA ist die Praxis des Trainings und der Naloxon-Vergabe an OpioidkonsumentInnen, PartnerInnen und Angehörige bereits seit langer Zeit entwickelt und mit guten Ergebnissen als Standardangebot der Suchtkrankenhilfe eingeführt. In Deutschland sind lediglich in Berlin seit mehr als zehn Jahren Erfahrungen mit dieser Drogennotfallprophylaxe gesammelt worden. Die Drogenhilfeeinrichtung „Integrative Drogenhilfe (IDH)“ wird als Projektpartner des beantragten Forschungsvorhabens der Praxisträger der Maßnahme sein und Trainings für DrogenkonsumentInnen, Partner oder Angehörige organisieren. Nach dem Training werden die Naloxon-Ampullen von einem Arzt/einer Ärztin in Zusammenarbeit mit dem Projektpartner verschrieben und ausgehändigt. Das beantragte Forschungsprojekt will zunächst die weltweiten und dann die Berliner Erfahrungen (Drogenhilfeträger „Fixpunkt“ als Kooperationspartner) mit der Drogennotfallprophylaxe mit Naloxon auswerten und aufarbeiten. Mit Hilfe einer Dokumentation und zusätzlicher ExpertInneninterviews soll die Implementation und Anlaufphase eines innovativen Projektes zur Drogennotfallprophylaxe für Opiatabhängige mit der Vergabe eines Opiatantagonisten (Naloxon) an Betroffene, PartnerInnen und Angehörige und entsprechendem Anwendungstraining evaluiert werden. Am Ende des Projektes werden Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Drogennotfallprophylaxe in Deutschland formuliert und durch Fachverbände verbreitert (Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik „akzept e.V.“ als dritter Kooperationspartner). Schließlich erfolgen Veröffentlichungen des Endberichtes und ausgewählter Aspekte in deutsch- und englischsprachigen Fachzeitschriften.

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