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Prof. Dr. Heino Stöver
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Masterstudiengang "Suchttherapie und Sozialmanagement in der Suchthilfe"

Im WiSe 2015/16 startete der Masterstudiengang „Suchttherapie und Sozialmanagement in der Suchthilfe M.A.” (Flyer) an der Frankfurt University of Applied Sciences. Dieser integriert eine von den Deutschen Rentenversicherern zertifizierte suchttherapeutische Ausbildung und richtet sich an SozialarbeiterInnen, PsychologInnen und ÄrztInnen.

E-Learning Courses

The CARE Project E-learning
offers four courses:
HarmReduction.eu

Gendersensible Suchtarbeit – Wie geht das?

Fortbildung Gender & Sucht
In-House-Schulung Gender & Sucht

Drogenkonsum und Gesundheitsverhalten bei Männern, die Sex mit Männern haben – die Clubdrug Studie

Ausgangssituation: Männer, welche Sex mit Männern haben (MSM), gelten als Risikogruppe für HIV-Neuinfektionen (RKI, 2013). Ebenso kann ein erhöhter Suchtmittelkonsum insbesondere von chemischen Drogen (Club Drugs) wie z. B. Amphetaminen, Crystal Meth, Ketamin und Amylnitrit in Teilen der homosexuellen Community festgestellt werden (Bochow et al. 2012, ZIS, 2014). In jüngster Zeit wurde zudem über den intravenösen Konsum von Amphetaminen bei MSM in Deutschland berichtet (DAH, 2014). Der Drogenkonsum von MSM wird mit einen erhöhten sexuellen Risikoverhalten assoziiert (Dirks et al., 2012). Kontextfaktoren, wie das Eingebunden sein in eine Community, eine spezifische Partyszene (sog. Circuit Partys), sowie eine Funktionalität der Droge beim Sex dürften bei dem Konsum von psychothropen Substanzen eine bedeutsame Rolle spielen.

Fragestellung: Es besteht eine geringe Studienlage hinsichtlich der Konsummotive, Konsumbedingungen, Konsumformen und der Effektivität mögliche Präventionsstrategien, welche sich an drogenkonsumierender MSM richten. Die vorhandenen Studien stammen überwiegend aus den USA und Großbritannien (vgl. Bourne et al., 2014, Ross et al., 2003). Im Rahmen des Projektes sollen folgende Fragestellungen beantwortet werden: Welche Konsumerfahrungen weisen MSM hinsichtlich Alkohol, THC und Club Drugs auf? Welche Motive spielten bei dem Drogenkonsum eine bedeutsame Rolle? In welchem Kontext verlief der Konsum der vorbenannten Drogen? Welche Risikosituationen benennen die MSM hinsichtlich des ihres Drogenkonsums bzw. Sexualverhaltens? Welche Bedeutung hat die Community für den Drogenkonsum und/oder das Sexualverhalten der MSM? Welche Risiko- und Schutzfaktoren benennen die MSM im Umgang mit möglichen Risikosituationen?

Methode: Auf Grund des explorativen Charakters liegt der Untersuchung ein qualitativer Forschungsansatz zu Grunde. Geplant sind leitfadengestützte Interviews mit drogenkonsumierenden MSM sowie weitergehende Felderkundungen. Die Interviews sollen inhaltsanalytisch ausgewertet werden

Projektdurchführung: Katholische Hochschule NRW in Kooperation mit der Frankfurt University of Applied Sciences

Laufzeit: 2014-2015