Kontakt:

Prof. Dr. Heino Stöver
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Mobil: (0162) 1334 533

Masterstudiengang "Suchttherapie und Sozialmanagement in der Suchthilfe"

Im WiSe 2015/16 startete der Masterstudiengang „Suchttherapie und Sozialmanagement in der Suchthilfe M.A.” (Flyer) an der Frankfurt University of Applied Sciences. Dieser integriert eine von den Deutschen Rentenversicherern zertifizierte suchttherapeutische Ausbildung und richtet sich an SozialarbeiterInnen, PsychologInnen und ÄrztInnen.

CONNECTIONS: Gesundheitssituation und Gesundheitsbedarf von Gefangenen

Laufzeit:
2008-2010
Leitung:
Prof. Dr. Heino Stöver
Mitarbeiterin:
Dipl.-Krim., Dipl.-Soz.Arb. Katja Thane
Förderung:
EU-Kommission

Eine Untersuchung zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung drogenabhängiger Inhaftierter in Estland, Litauen, Polen und Ungarn

Dieses EU-Forschungsprojekt untersucht:

  1. die Prävalenz,
  2. das Risikoverhalten von Gefangenen mit problematischem Drogenkonsum (einschließlich drogenkonsumbedingter Infektionskrankheiten wie HIV und Hepatitis),
  3. ihre gesundheitlichen Bedarfe und
  4. das System der gesundheitlichen Versorgung  in den Gefängnissen von vier ‚neuen’ EU-Ländern (Estland, Litauen, Polen und Ungarn).

Das Ziel der Untersuchung ist die Verbesserung  der gesundheitlichen Versorgung und Unterstützung der Gefangenen.
Der Hintergrund ist eine überproportionale, hohe Verbreitung von intravenösem Drogenkonsum und HIV/AIDS sowie Hepatitis, TB und anderer gesundheitlicher Gefahren in den Gefängnissen allgemein besonders stark jedoch in einigen dieser Länder.

Das Forschungsprojekt will dazu beitragen, evidenz-basierte Interventionen einzuführen (z. B. Substitutionsbehandlung, Spritzentausch etc.), die vor dem Hintergrund westeuropäischer Erfahrungen angezeigt sind (obwohl auch hier nicht flächendeckend in Gefängnissen umgesetzt).
Die Studie arbeitet auf der Basis einer Literaturstudie mit qualitativen und quantitativen Methoden mit den Zielgruppen ‚Gefangene’ (ca. 500), ‚Justizbedienstete’ und ‚Verantwortliche im Ministerium für Justiz’. Eine Zusammenschau der Ergebnisse dieser Befragungen wird dann zu Empfehlungen zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung drogenabhängiger Gefangener führen, die zunächst mit den jeweiligen Justizministerien diskutiert und dann veröffentlicht werden. Unterstützt wird die Untersuchung von jeweils unabhängigen Institutionen in den Ländern, die die Studie vorbereiten und bei der gesamten empirischen Arbeit involviert sind bzw. den quantitativen Anteil selbst durchführen.

Weitere Informationen finden sich auch der Homepage des Projekts:
www.connectionsproject.eu