Kontakt:

Prof. Dr. Heino Stöver
BCN-Gebäude
Raum 220
Nibelungenplatz 3
60318 Frankfurt am Main
Tel.: (069) 1533-2823
Mobil: (0162) 1334 533

Masterstudiengang "Suchttherapie und Sozialmanagement in der Suchthilfe"

Im WiSe 2015/16 startete der Masterstudiengang „Suchttherapie und Sozialmanagement in der Suchthilfe M.A.” (Flyer) an der Frankfurt University of Applied Sciences. Dieser integriert eine von den Deutschen Rentenversicherern zertifizierte suchttherapeutische Ausbildung und richtet sich an SozialarbeiterInnen, PsychologInnen und ÄrztInnen.

Frauen mit Drogenkarrieren

Befragung von Frauen mit Drogenkarrieren über ihre Erfahrungen mit Institutionen

Laufzeit:
3/1997- 7/1998
Leitung:
Prof. Dr. Irmgard Vogt
Mitarbeiterin:
Karin Krah
Förderung:

Über den Umweg von Institutionen wurde versucht, Klientinnen von Drogenberatungsstellen und stationären Einrichtungen nur für Frauen nach ihren Erfahrungen mit den Beratungs- und Behandlungsangeboten zu befragen. Insgesamt wurden 520 Fragebogen an 29 verschiedene Projekte verschickt. Die Rücklaufquote liegt mit 19% sehr niedrig. Es ist davon auszugehen, dass die Stichprobe, die den Fragebogen schließlich beantwortet hat, recht selektiv ist und nur bedingt repräsentativ für Frauen mit Drogenproblemen, die in Einrichtungen nur für diese Klientel Hilfe suchen.
Wichtige Ergebnisse der Studie:
Die Befragten beurteilen Einrichtungen nur für Frauen positiver als Einrichtungen für Frauen und Männer. Sie sagen, dass sie dort ihre "persönlichen Probleme" besser bearbeiten können, dass sie dort "nicht angemacht" werden, eher zur Ruhe kommen können usw.
Die Befragten sagen, dass sie mit Betreuerinnen besser über ihre Vergangenheit, ihre Gefühle und Ängste, ihre Partnerschaftsprobleme und ihre Gesundheit reden können als mit ihren Betreuern. Problematisch beurteilen sie dagegen Hausordnungen, Regeln und die Formen der Regeldurchsetzung. Sie monieren eine gewisse Willkür im Umgang mit Regeln.
Insgesamt genommen geben die Befragten ein eindeutiges positives Votum für Frauen-Beratung/Einrichtungen ab. Sie haben sich bewusst für diese Einrichtungen entschieden und die meisten von ihnen haben dort die Hilfe gefunden, die sie gesucht haben.

Veröffentlichungen:

  • Vogt, I. & Krah, K. (1998): Befragung von Frauen mit Drogenkarrieren über ihre Erfahrungen mit Institutionen. Abschlussbericht. Frankfurt, FH Frankfurt (unveröffentlicht)
  • Vogt, I. & Krah, K. (1998): Klientinnen beurteilen Fraueneinrichtungen, in: Schneider, W., Hg.: The Times, They Are A‘Changin, 3. Akzept-Kongreß in Arnheim 1998, Berlin, VWB, 97-111