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Prof. Dr. Heino Stöver
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Masterstudiengang "Suchttherapie und Sozialmanagement in der Suchthilfe"

Im WiSe 2015/16 startete der Masterstudiengang „Suchttherapie und Sozialmanagement in der Suchthilfe M.A.” (Flyer) an der Frankfurt University of Applied Sciences. Dieser integriert eine von den Deutschen Rentenversicherern zertifizierte suchttherapeutische Ausbildung und richtet sich an SozialarbeiterInnen, PsychologInnen und ÄrztInnen.

E-Learning Courses

The CARE Project E-learning
offers four courses:
HarmReduction.eu

Gendersensible Suchtarbeit – Wie geht das?

Fortbildung Gender & Sucht
In-House-Schulung Gender & Sucht

Frauen – Sucht – Gewalt

Es gehört zum Alltagswissen, dass Frauen mit Alkohol- und anderen Drogenproblemen überdurchschnittlich häufig auch von Gewalt betroffen sind. Bislang gab es zu diesem Komplex nur einige wenige empirische Studien. Umso wichtiger ist es, mit weiteren Studien diese Forschungslücke zu schließen. Das Forschungsprojekt hat sich daher darauf konzentriert, zu erkunden und herauszuarbeiten, wie und wo süchtige Frauen, die in Gewaltverhältnissen leben, Hilfe finden können. Es interessieren sowohl informelle wie formale Hilfen. Zu den informellen Hilfenetzen gehören die Familien und die Freunde und Freundinnen, an die sich die Frauen im Notfall wenden und von denen sie Rat und Hilfestellung bekommen können. Das setzt allerdings ein funktionierendes informelles Netzwerk voraus, über das aber nicht alle süchtige Frauen verfügen. Daher sind vor allem auch die formalen Netzwerke wichtig. In qualitativen Interviews haben die Frauen über ihre Kontakte und Erfahrungen mit MitarbeiterInnen von Frauenhäusern, von Jugendämtern und von Institutionen der Suchthilfe berichtet, ebenso über die mit Ärzten und Ärztinnen und mit Polizisten und Polizistinnen. Die Auswertungen zeigen, dass die Barrieren für diese Gruppe von Frauen, Hilfen in formalen Netzwerken zu finden, vergleichsweise hoch sind, was u.a. daran liegt, dass sie nicht selten mit Stigmatisierungen konfrontiert sind. Diese setzen sich um in Selbststigmatisierungen, die ihr Hilfesuchverhalten stark behindern. In weiteren Auswertungsschritten konnten spezifische Muster herausgearbeitet werden, wie sich Frauen mit Gewaltbeziehungen arrangieren bzw. wie sie aus diesen ausbrechen.
Sowohl die Hinweise auf Stigmatisierungen durch MitarbeiterInnen von helfenden Berufen als auch die unterschiedlichen Muster bei der Suche nach Hilfen und bei der Beendigung von Gewaltbeziehungen geben Hinweise darauf, wie Hilfsangebote verbessert werden können, um dieser Gruppe von Frauen bessere Chancen und mehr Schutz zu bieten.

Veranstaltung: Fachtag am 01. 11. 2013, FH Frankfurt am Main, FB Soziale Arbeit und Gesundheit.

Projektleitung: Prof. Dr. Dagmar Oberlies, Prof. Dr. Irmgard Vogt
Laufzeit: 01.06.2012 – 30.11.2013
Finanzielle Förderung: HMWK

Veröffentlichung der Studie: Vogt, I., Fritz, J. & Kuplewatzky, N. (2015): Frauen- Sucht und Gewalt: Chancen und Risiken bei der Suche nach Hilfen und Veränderungen. Elektronische Publikation in Vorbereitung.