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Masterstudiengang "Suchttherapie und Sozialmanagement in der Suchthilfe"

Im WiSe 2015/16 startete der Masterstudiengang „Suchttherapie und Sozialmanagement in der Suchthilfe M.A.” (Flyer) an der Frankfurt University of Applied Sciences. Dieser integriert eine von den Deutschen Rentenversicherern zertifizierte suchttherapeutische Ausbildung und richtet sich an SozialarbeiterInnen, PsychologInnen und ÄrztInnen.

Gesundheit und Substanzkonsum im Kontext von Lebenslagen von Studierenden an der Fachhochschule Frankfurt am Main

Ansätze zur Gesundheitsförderung

Laufzeit:
2000 - 2001
(Datenerhebung und Datenauswertung)
2004 - 2005
(Entwicklung von Präventions-und
Gesundheitsförderungsmaterialien)
Leitung:
Prof. Dr. Irmgard Vogt
Mitarbeiter(innen):
Dipl. Soz.Arb. Katja Frieg,
Dipl. Soz.Arb. Uschi Lipp,
Prof. Dr. Martin Schmid,
Dipl.Soz.Päd. Edgar Zeissler

In einem als Lehrforschung angelegten Projekt im SS 2000 wurden Studierenden der Fachhochschule Frankfurt am Main nach ihrem Gesundheitszustand und ihrem Substanzkonsum mit einem im Seminar erarbeiteten Fragebogen gefragt. Insgesamt konnten 642 Fragebogen (von 7,5% aller Studierenden der FH FFM) ausgewertet werden. Die Daten wurden für eine EDV-Auswertung aufbereitet und mit Verarbeitungsprogrammen von SPSS ausgewertet. Die wichtigsten Ergebnisse der Studie sind folgende.
Der Gesundheitszustand der Studierenden der FH FFM gibt Anlass zur Sorge. Der Anteil der Studierenden mit Gewichtsproblemen und mit psychosomatischen Beschwerden ist hoch. Studenten haben signifikant mehr Gesundheitsprobleme als Studentinnen, insbesondere die Raucher.
Auffallend ist der hohe Anteil der Raucher/innen in der Stichprobe mit insgesamt 50%. Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind minimal. Raucherinnen sind insgesamt genommen unzufriedener mit ihrer Lebensgestaltung als Raucher.
Der Alkoholkonsum der überwiegenden Mehrheit der Befragten ist unauffällig. Allerdings liegt der Anteil der Alkoholkonsumenten, die im letzten Monat betrunken waren, mit  44% sehr hoch. Studenten sind signifikant häufiger betrunken als Studentinnen. Eine detaillierte Auswertung der Daten ergibt, dass 5%-6% der Studierenden Alkoholprobleme hat.
In den letzten 30 Tagen haben 28% der Befragten Drogen wie Cannabis, Kokain, Heroin oder (psychedelische) Pilze genommen. An erster Stelle des Drogenkonsums stehen Cannabisprodukte wie Haschisch und Marihuana. Jedoch haben 6% der Befragten neben Cannabis auch andere Stoffe konsumiert. Der Anteil der Studenten, die entsprechende Stoffe nehmen, ist signifikant höher als der der Studentinnen. Insgesamt weisen die Daten darauf hin, dass eine vergleichsweise große Gruppe der Befragten einen hohen Konsum von psychoaktiven Substanzen hat, ebenso riskante Konsummuster.
Die Ergebnisse der Studie legen es nahe, gezielte Präventionsprogramme und Gesundheitsförderungsprojekte für Studierende zu entwerfen und zu implementieren.
Mit der Ausarbeitung entsprechender Programme ist im Jahr 2004 begonnen worden. Erste Ergebnisse wurden vorgestellt.

Veröffentlichungen:

  • Vogt, I., Frieg, K. & Lipp, U. (2003): Gesundheit und Substanzkonsum im Kontext von Lebenslagen von Studierenden an der Fachhochschule Frankfurt am Main. Ansätze zur Gesundheitsförderung. Abschlussbericht. Frankfurt, FH Frankfurt (unveröffentlicht)