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Prof. Dr. Claus Reis
Vorstandsmitglied des ISR
Geschäftsführender Direktor
Tel.: (069) 1533-2831
Fax: (069) 1533-3021
csreis@fb4.fra-uas.de

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Wir über uns

Institut für Stadt- und Regionalentwicklung

Das "Institut für Stadt- und Regionalentwicklung" der Frankfurt University of Applied Sciences ist ein Forschungszusammenhang, in dem verschiedene Studien im Schnittbereich von "Sozialem" und "Städtebau" interdisziplinär realisiert werden. Formal am Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit angesiedelt, setzt es sich aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dieses Fachbereichs sowie des Fachbereichs "Architektur • Bauingenieurwesen • Vermessungswesen" zusammen.

Die übergreifende thematische Ausrichtung wird wesentlich von Aspekten der Raumbezogenheit gesellschaftlicher Probleme und der sozialen Dimension des Städtebaus und der Architektur bestimmt. Aus diesem allgemeinen Programm leiten sich verschiedene  Forschungsschwerpunkte ab, die von den Mitgliedern des Instituts gestaltet werden und einmal mehr, einmal weniger direkt die Interdisziplinarität zum Ausdruck bringen.

Forschungsschwerpunkt "Lokale Sozial- und Arbeitsmarktpolitik"

Im Forschungsschwerpunkt "Lokale Sozial- und Arbeitsmarktpolitik" werden besonders soziale und sozialräumliche Aspekte miteinander ins Verhältnis gesetzt. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die lokale Ebene, d. h. die öffentlichen Träger der Sozial- und Jugendhilfe und die freien Träger der Wohlfahrtspflege, eine immer zentralere Rolle in der sozialpolitischen Gestaltung der Lebensverhältnisse spielt. Dabei geht es vor allem um die Bereitstellung eines Angebots von Dienstleistungen wie z. B. Sozialarbeit. Gleichzeitig sind die Strukturen des "Sozialstaats" in Deutschland wie auch in anderen Staaten in Bewegung geraten – in diesem Kontext wird nicht zuletzt auch auf der lokalen Ebene hart um Umfang und Art der Leistungserbringung gerungen – mit Folgen für das Zusammenleben der Bürger und damit auch für die konkrete Gestaltung des "Sozialraums".

Zuletzt wurden in diesem Forschungsschwerpunkt zwei über Drittmittel finanzierte Forschungsprojekte durchgeführt. In beiden Projekten ging es um die Implementierung eines neuen methodischen Arbeitsansatzes, nämlich des Case Managements in die deutschen Sozialämter. Dabei stand die Frage im Vordergrund, wie sich durch eine veränderte Arbeitsweise die Beziehungen zwischen Professionellen und ihrer Klientel sowie die Organisationsstrukturen auf örtlicher Ebene verändern.

Aktuell untersucht das ISR in mehreren über Drittmittel finanzierten Projekten die Auswirkungen des SGB II ("Hartz IV") auf verschiedene Zielgruppen der sozialen Arbeit.

Forschungsschwerpunktes "Soziale Stadt"

Am deutlichsten stellt sich der Zusammenhang von "Gesellschaft" und "Raum" innerhalb des Forschungsschwerpunktes "Soziale Stadt" dar. Der rasche ökonomische und soziale Wandel, den die Bundesrepublik in den letzten zwanzig Jahren erfahren hat, manifestiert sich in einer drohenden gesellschaftlichen Spaltung zwischen "arm" und "reich", die in städtischen Quartieren mit sozialräumlicher Segregation einhergeht.

Seit Ende der Neunziger Jahre existiert ein Bund- Länder- Programm "Soziale Stadt", das darauf abzielt, insbesondere die Lebensqualität in diesen Stadtteilen durch gezielte bauliche und andere investive Maßnahmen zu verbessern (z. B. Verkehrsinfrastruktur, Wohnumfeld, Image des Stadtteils). Gleichzeitig wurde und wird versucht, die Bewohner in diese Veränderungsprozesse einzubeziehen. Damit soll die Lern- und Handlungsfähigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner entwickelt und die Tragfähigkeit sozialer Netze gesteigert werden. Es geht somit nicht nur um die Verbesserung der "Lebensqualität", sondern auch um die Erweiterung der Lebenschancen.

Im Rahmen des Bund- Länder- Programms "Soziale Stadt" werden verschiedene Projekte durchgeführt, in denen bauliche und soziale Aspekte parallel bearbeitet werden. Verschiedene dieser Projekte wurden und werden von Mitgliedern des Instituts für Stadt- und Regionalentwicklung wissenschaftlich begleitet.