Kontakt

Prof. Dr. Klaus Müller
Tel.: +49 69 1533 3812
mueller.klaus@fb4.fra-uas.de

Referent der Lehreinheit
Pflege und Gesundheit
Lukas Elias Best
Tel.: +49 69 1533 2869
best.lukas@fb4.fra-uas.de

Das wichtigste in Kürze

Studiengang
Berufspädagogik
für Pflege- und Gesundheitsberufe
(B.A.)

Regelstudienzeit
6 Semester, Vollzeit
ECTS-Credit Points
180
Studienbeginn
Sommersemster

Bewerbungsfristen
15. Januar

Sprache
Deutsch

Akkreditierung
erfolgt zum Sommersemester 2018 hin

Hinweis

Der Studiengang befindet sich derzeit im Aufbau bzw. im Akkreditierungsprozess, sodass sich Änderungen in der Studiengangskonzeption ergeben können. Wir bitten Sie, dies zu berücksichtigen.

Fachbereiche > FB 4: Soziale Arbeit & Gesundheit > Studiengänge Bachelor > Berufspädagogik für Pflege- und Gesundheitsberufe

Berufspädagogik für Pflege- und Gesundheitsberufe (B.A.)

Zum Sommersemester 2018 startet an der Frankfurt University of Applied Sciences am Fachbereich 4 Soziale Arbeit und Gesundheit der neue Bachelor-Studiengang BA Berufspädagogik für Pflege- und Gesundheitsberufe.

Der Studiengang ist als sechssemestriges Vollzeitstudium (Regelstudienzeit) mit einem Gesamtworkload von 5400 Stunden konzipiert, gebührenfrei und ermöglicht durch geblockte Präsenzveranstaltungen an drei Tagen in der Woche eine Erwerbstätigkeit im reduzierten Umfang. Der Studienbeginn ist jeweils im Sommersemester und die Bewerbungsfrist endet am 15. Januar.

Qualifikationsziel, Tätigkeitsfelder und Berufsaussichten

Absolvent/-innen des Bachelorstudiengangs Berufspädagogik für Pflege- und Gesundheitsberufe B.A. arbeiten in Einrichtungen der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung für Pflege- und Gesundheitsberufe. Sie führen primär den fachpraktischen Unterricht durch, planen und evaluieren diesen und übernehmen die Praxislehre in Form von Praxisan- und Praxisbegleitung von Schüler/-innen und Studierenden in klinischen Settings. Dadurch tragen sie zu einem gelingenden Theorie-Praxis-Transfer in gemeinsamen Lernsituationen mit Schüler/-innen und Studierenden der Pflege- und Gesundheitsberufe bei, ermöglichen die Verknüpfung zwischen fachschulischen und praktischen Anteilen der jeweiligen Ausbildungen und vernetzen die unterschiedlichen Lernorte der jeweiligen Ausbildungen (Fachschulen-Praxiseinrichtungen). Weiterhin planen, evaluieren und führen sie Patienten- und Angehörigenschulungen sowie themenbezogene Beratung in Feldern des Gesundheitswesens durch. Der Studiengang knüpft an bestehende Kompetenzen aus den abgeschlossenen Berufsausbildungen (sowohl in Pfege- als auch in anderen Gesundheitsfachberufen) der Studierenden an. Er greift bereits vorhandene Erfahrungen aus Lehr- und Unterrichtstätigkeit an Fachschulen auf und entwickelt diese innerhalb des Studiums weiter. 

Der Bachelorabschluss bereitet als erster berufsqualifizierender Studienabschluss zugleich auf die Aufnahme eines konsekutiven Masterstudiengangs vor.

Der Startpunkt für Ihre Karriere!

Struktur und Inhalte des Studienprogramms

Um die Studierenden für die benannten Aufgaben zu qualifizieren, werden innerhalb des Studiengangs Kenntnisse und Methoden in folgenden Schwerpunkten vermittelt:

  • Wissenschaftliches Arbeiten und Forschen
  • Pädagogik und Didaktik
  • Fachwissenschaft Pflege und Gesundheit
  • Sozialwissenschaften
  • Praxis und Transformation

Nähere Hinweise entnehmen Sie den folgenden Punkten oder dem Modulhandbuch.

Wissenschaftliches Arbeiten und Forschen

Im Modulcluster Wissenschaftliches Arbeiten und Forschen erwerben die Studierenden innerhalb des Modul 1 Wissenschaftliches Arbeiten die Grundlagen guter wissenschaftlicher Praxis sowie Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens. Über die fachliche und methodische Kompetenzvermittlung hinaus ermöglicht das Modul zugleich die Erweiterung des bisher erworbenen beruflichen Habitus um die Dimension der Wissenschaftsorientierung im beruflichen Handeln. Das Modul 16 Empirische Sozialforschung knüpft an die in Modul 7 vermittelten Grundlagen sozialwissenschaftlicher und psychologischer Perspektiven an und erweitert diese mit dem Fokus auf Forschungsbezüge. So erwerben die Studierenden ein Verständnis von Paradigmen und Methodologien empirischer Sozialforschung sowie Forschungsdesigns und Methoden der qualitativen/interpretativen und der standardisierten Forschung. Das im fünften Fachsemester angesiedelte Modul 17 Projektorientiertes wissenschaftliches Arbeiten ermöglicht den Studierenden die Erweiterung des fachlichen und methodischen Kompetenzerwerbs im wissenschaftlichen Arbeiten, der im ersten Semester grundgelegt und in den weiteren Semestern verstetigt und gefestigt wurde, in dem stärker das wissenschaftliche Arbeiten in Team- und Projektbezügen einerseits, und das wissenschaftliche Arbeiten im Rahmen von empirisch ausgerichteten Forschungsorientierungen andererseits exemplarisch fokussiert wird. Im Rahmen des Modul 21 Bachelor-Thesis mit Kolloquium erarbeiten die Studierenden schließlich eine eigene wissenschaftliche, berufspädagogisch ausgerichtete Fragestellung, die sie aufbauend auf den im Studienverlauf erworbenen Kompetenzen innerhalb einer schriftlichen Arbeit argumentativ entfalten und ggf. durch Verweis auf die Empirie beantworten. Innerhalb des Kolloquiums präsentieren die Studierenden ihre Arbeitsergebnisse.

Pädagogik und Didaktik der Berufspädagogik

Innerhalb der ersten beiden Fachsemester erwerben die Studierenden im Modul 2 Pädagogik und Didaktik der beruflichen Bildung grundlegende Wissensbestände der Pädagogik, der Erziehungswissenschaft (wissenschaftstheoretischer Paradigmen; Theorien, Konzepte und Modelle der Erziehungswissenschaften und Pädagogik),  der Lernpsychologie (Lerntheorien…), der Bildungswissenschaft (Transformationen von Lernkulturen, Erziehungs- und Bildungsbegriffe) sowie die Kompetenzen zur methodischen Transformation und Einbeziehung jener Theorien, Konzepte und Modelle in die Gestaltung von Lehr-Lern-Arrangements in Kontexten und im beruflichen Handeln in Feldern der Berufspädagogik.
Das parallel zum zuvor genannten Modul angesiedelte Modul 3 Person und Habitus im pädagogischen Handeln ermöglicht den Studierenden die eigene Auseinandersetzung und reflexive Aneignung der je eigenen Persönlichkeit und des eigenen, in der bisherigen Berufsbiographie angeeigneten beruflichen Habitus. Diese Reflexion und Rekonstruktion bildet innerhalb des Studiums die Ausgangsbasis für die weitere persönliche und berufliche Entwicklung als Berufspädagog*innen und die damit verbundene Rollenfindung und ermöglicht die Planung von Entwicklungsaufgaben und  Gestaltung von persönlichen Wachstumspotentialen.
Auch werden eigene Werthaltungen und –präferenzen analysiert und einer ethischen Reflexion zugänglich gemacht und theoretische Grundlagen zur ethisch reflektieren Fundierung des pädagogischen Handelns in Feldern und in Aufgaben der pädagogischen Begleitung von Lernsubjekten im Bereich der Pflege- und Gesundheitsfachberufe gelegt. Im Modul 6 Kommunikationstheoretische Grundlegungen werden die für das zukünftige Handeln als Pädagog*innen notwendigen Kompetenzen zur Kommunikationsgestaltung vermittelt.
Dabei eignen sich die Studierenden unterschiedliche Kommunikationstheorien und –modelle an und übertragen unterschiedliche Formen und Methoden der Kommunikationsgestaltung (Moderation, Mediation, gewaltfreie Kommunikation, kollegiale Beratung und Fallbesprechung, Feedback) in den Kontext berufspädagogischer Lehr-Lern-Situationen sowie in Settings der Anleitung, Beratung und Schulung in Kontexten der Gesundheits- und Pflegeberufe.
Die im dritten Fachsemester angesiedelten Module 9 Konzepte und Methoden der Beratung, 10 Konzepte und Methoden der Anleitung und Schulung und Modul 12 Fachdidaktik der beruflichen Bildung in Pflege- und Gesundheitsberufen baut auf den in den Modulen 2, 3 und 6 erworbenen Kompetenzen auf und fokussiert stärker anwendungsorientiert auf die Handlungsbefähigung der zukünftigen Pädagog*innen für die unterschiedlichen Felder der Berufspädagogik. Im Modul 9 und 10 erwerben die Studierenden primär Kompetenzen zur Wahrnehmung und Gestaltung von Aufgaben in Beratung, Anleitung und Schulung durch den Erwerb von Kenntnissen der jeweiligen Handlungskonzepte und Beratungsformate und deren theoretischer Grundlagen.
Ermöglicht das Modul 9 also primär den Kompetenzerwerb zur Übernahme von Aufgaben in der Beratung, Schulung und Anleitung im Rahmen der beruflichen Aus-,Fort- und Weiterbildung sowie der Patient*innen- und Angehörigenschulung und -edukation fokussiert das Modul 12 stärker auf die Vermittlung von Handlungskompetenzen zur Begründung und Gestaltung von Lehr-Lernsituationen sowie der pädagogischen Erschließung und Transformation von Lerngegenständen.
Studierende erwerben hier Kompetenzen zur Anwendung didaktischer Modelle in der Planung von Lehr-Lern-Situationen, lernen Methoden der Lernberatung und Lernförderung kennen, unterscheiden unterschiedliche Prüfungsverfahren zur Messung von Lernergebnissen und wissen um die Bedingungen selbstorganisierten und selbstgesteuerten Lernens im beruflichen Kontext.
Im Mittelpunkt des Modul 20 Aktuelle Entwicklungen der Berufspädagogik in Pflege- und Gesundheitsberufen steht die Auseinandersetzung mit zukünftigen Entwicklungsaufgaben im Rahmen berufspädagogischer Handlungsfelder (berufliche Bildung im Zeitalter lebenslangen Lernens etc.).

Fachwissenschaft Pflege und Gesundheit

Innerhalb des Modulclusters Fachwissenschaft Pflege und Gesundheit reaktualisieren die Studierenden einerseits ihre bereits innerhalb der Berufsausbildungen sowie in der beruflichen Praxis erworbenen Kompetenzen und vertiefen und erweitern diese andererseits. So werden im Modul 4 Naturwissenschaftliche Grundlagen sowie im Modul 11 Rechtliche und politische Kontexte pflege- und gesundheitsberuflichen Handelns bereits bestehende Kompetenzen in den benannten Bereichen aufgegriffen und reaktualisiert.
Das Wahlpflichtmodul 14 Fallbezogene Gestaltung von Bedarfsermittlung und Intervention in Gesundheits- und Pflegeberufen bietet den Studierenden die Möglichkeit einer Schwerpunktvertiefung in den Fachrichtungen Pflege (14.1), Notfallsanitätswesen (14.2) sowie Therapiewissenschaften (14.3) unter Einbezug des aktuellen Wissensstandes zur evidenzbasierten und theoriegeleiteten Gestaltung von Versorgungprozessen und wird im Modul 19 Expertise im beruflichen Handlungsfeld insofern geweitet, als dass die Schwerpunkte im Sinne interprofessionellen Denkens zusammengeführt werden.
Das Modul 8 Theoriebildung in Pflege- und Gesundheitswissenschaft ermöglicht den Studierenden die vertiefte theoretische Auseinandersetzung mit der wissenschaftlichen Disziplin der Pflegewissenschaft und den Gesundheitswissenschaften (Paradigmen, Traditionen und Weisen der Theoriebildung in Pflege- und Gesundheitswissenschaften, Verständnisse von Gesundheit und Krankheit, Professionstheorien und Bestimmungen des arbeitssoziologischen Status von Pflege- und Gesundheitsberufen, Klassifikationssysteme als Fachsprachen von Pflege- und Gesundheitsberufen und deren Grenzen und Reichweiten, Dialektik aus Hermeneutik/Fallverstehen und Evidenzbasierung/Regelwissen im therapeutischen Handeln).
Innerhalb des Moduls 13 Gesundheitswissenschaften und Public Health wird vor allem Gesundheitsförderung und Prävention als grundlegende Handlungsstrategien und Aufgabenfelder der Pflege- und Gesundheitsberufe in den Blick genommen.

Sozialwissenschaften

Innerhalb des Modul 7 Sozialwissenschaftliche und psychologische Perspektiven eignen sich die Studierenden Grundbegriffe der Soziologie und Psychologie sowie Theorien der Sozialisation, der Sinn- und Identitätsbildung an und verstehen die Bedeutung und Chance einer Zusammenführung der beiden disziplinären Zugänge zur Analyse und Erklärung sozialer Prozesse und Phänomene.
Dabei wird, um die soziologischen Theorien in Paradigmen und Theorietraditionen einordnen und jeweilige Vorannahmen berücksichtigen zu können, auf die wissenschaftstheoretischen Grundlagen zurückgegriffen, die im Modul 2 Pädagogik und Didaktik der beruflichen Bildung vermittelt werden.
Über die Kompetenzvermittlung, die  für die perspektivische Unterrichtsgestaltung im Fach Sozialwissenschaften an Einrichtungen der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung im Kontext der Pflege- und Gesundheitsberufe notwendig ist, hinaus, vermittelt das Modul zugleich die notwendigen Kompetenzen u.a. zum Verstehen von Dynamiken und Prozessen von Lerngruppen, die die zukünftigen Berufspädagog*innen in ihrem Handeln berücksichtigen.
Das im vierten Fachsemester verankerte Modul 15 Interdisziplinäres Studium Generale erweitert den akademischen Habitus um die Dimension des interdisziplinären Denkens und der Arbeit in interdisziplinären Kontexten.
Studierende des Studiengangs Berufspädagogik für Pflege- und Gesundheitsberufe treten in den Austausch mit Studierenden anderer Fachdisziplinen der anderen Fachbereiche und arbeiten gemeinsam, unter Einbezug der eigenen Perspektive und unter Berücksichtigung anderer Diskussionskulturen eine Projektfragestellung zu einem Querschnittsthema.

Praxis und Transformation

Im Modul 5 Transformation beruflicher Praktiken und Wissensbestände erhalten Studierende die Möglichkeit, die eigene bisherige berufliche Praxis sowie die dort erworbenen Kompetenzen und Erfahrungen reflexiv werden zu lassen und damit einer Transformation zugänglich zu machen.
Das Modul ermöglicht dadurch, die eigenen Berufspraxis, an die innerhalb des Studienprogramms bewusst angeknüpft wird, kritisch-distanziert zu reflektieren und zu evaluieren – was schließlich als Voraussetzung für die didaktische Transformation erachtet werden kann (Die Praxiszeit beträgt hier 100 Stunden).
Das Modul 18 Praxisbezogene berufspädagogische Studien ermöglicht den Studierenden, unter Berücksichtigung der erworbenen Kompetenzen in den Modulen der pädagogischen und didaktischen Kompetenzvermittlung (vor allem Modul 2, Modul 3, Modul 9, Modul 10 sowie Modul 12) primär Lehrerfahrung im klinischen Setting zu sammeln und Lehr-Lernsituationen in der Praxisanleitung bzw. dem praktischen Unterricht zu planen, durchzuführen und zu evaluieren (In der Lehre bereits erfahrenen Studierenden wird ebenfalls ermöglicht, innerhalb des Theorieunterrichts an Fachschulen zu hospitieren).
Die praxisbezogenen Studien werden unterstützt durch an der Hochschule angebotene Reflexionsangebote. Zugleich sollen Studierende die Möglichkeit erhalten, ein Projekt (bspw. Konzepterstellung im Rahmen der Gesundheitsedukation) auch in Feldern jenseits des bisherigen, eigenen Handlungsfeldes durchzuführen um dadurch das interdisziplinäre Denken und Handeln zu fördern.
Die Studierenden werden bei der Suche nach geeigneten Orten zur Durchführung der Praxiszeiten durch das Praxisreferat des Fachbereichs unterstützt.

Zulassungsvoraussetzungen

Da die Akkreditierung des Studienprogramms im Winter 2017 erfolgt, können sich die Voraussetzungen ggf. noch verändern.

  • Hochschulzugangsberechtigung nach §54 HHG und
  • Abgeschlossene Berufsausbildungin einem Pflege- oder Gesundheitsberuf und
  • einjährige berufspraktische Erfahrung (1/2 Vollzeitäquivalent)

Zu Pflege- bzw. Gesundheitsberufen zählen Gesundheits- und Krankenpflege,Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Altenpflege, Entbindungspflege, Heilerziehungspflege, Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie, Rettungsassistent/-in, Notfallsanitäter/-in.

Nähere Hinweise zum Zulassungsverfahren in NC-Studiengängen finden Sie auf den Seiten zum Bewerbungs-, Zulassungs- und und Einschreibeverfahren der Frankfurt University of Applied Sciences.

Webredaktion Fb4ID: 17535