Das Wichtigste in Kürze

Studiengang
Psychosoziale Beratung und Recht
Master of Arts (M. A.)

Regelstudienzeit
6 Semester, konsekutiv

ECTS-Credit Points
120

Studienbeginn
Sommersemester

Bewerbungsfrist
15. Januar

Sprache
Deutsch

Akkreditierung
AHPGS
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Info-Flyer Psychosoziale Beratung und Recht (M.A.) (PDF)

Ausbildungsziel

Ziel des seit 2002 akkreditierten anwendungsorientierten Masterstudiengangs ist es, Qualifikations- und Qualitätsstandards für eine wissenschaftlich fundierte Psychosoziale Beratung / Counseling in Verbindung mit Rechtskenntnissen zu sichern. Mediationsbezogene Kompetenzen und Krisenintervention sind hierbei integrale Bestandteile des Beratungsverständnisses. Die Professionalisierung von Beratung soll durch Forschungskompetenz und den Einsatz wissenschaftlich überprüfter Theorien und Verfahren unterstützt werden.

Der integrative Beratungsansatz bezieht sich sowohl auf Beratungen von Personen und Gruppen in ihren lebens- und arbeitsweltlichen Bezügen als auch auf Organisationen in ihren Entwicklungsaufgaben. Zum einen soll hier das Angebot anspruchsvoller Beratungen für Menschen in besonders erschwerten Lebenslagen und Arbeitssituationen im Sinne des Verbraucher- und Klientenschutzes verbessert und zum anderen dem Bedarf an fachlich ausgerichteter Leitungs- und Lehrkompetenz entsprochen werden.

Der Masterstudiengang berücksichtigt, dass die professionell beratenden Berufe in der BRD zunehmend juristischen Regeln unterworfen werden, die die Beratung verrechtlichen. Zugleich wird die sozialpolitische Bedeutung der Beratung unterstrichen und mit ihren gesellschaftlichen Phänomenen kritisch hinterfragt. Der Ausbau des Sozialstaates hat dazu geführt, dass auch die Sozialbeziehungen immer mehr verrechtlicht werden. In der Sozialpolitik und der sozialen Arbeit ist der Verrechtlichungsprozess im Kern irreversibel geworden. Das hat zur Konsequenz, dass durch die unterschiedlichen Beratungsangebote immer weiter differenzierte rechtliche Ansprüche der Klienten berücksichtigt werden müssen.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist es erforderlich, dass die Studierenden befähigt werden, ein Problem aus dem Bereich der Beratung / Counseling einschließlich psychotherapeutischer Perspektiven sowohl unter psychosozialen als auch unter rechtlichen Aspekten selbständig theoretisch zu fundieren und mit fachgerechter Auswahl von Beratungsmethoden zu verbinden. Im Studium werden Sozialrecht, psychosoziale Beratung und Interventionsmethoden gemeinsam vermittelt.

Grundlegende Beratungskompetenzen werden integrativ aus den vier Grundorientierungen sozialer Interventionstheorien (verhaltensorientiert, systemisch-lösungsorientiert, psychoanalytisch und personenzentriert) entwickelt. Durch das breite Spektrum dieser Methoden soll der Vielfalt der Problemlagen der Klienten sowie der Arbeitsfelder entsprochen werden und den Studierenden eine Möglichkeit geboten werden, einen eigenen Beratungsstill und ein individuelles Profil zu entwickeln.