Das Wichtigste in Kürze

Studiengang
Suchttherapie und Sozialmanagement in der Suchthilfe
Master of Arts (M. A.)
Regelstudienzeit
6 Semester, Teilzeit-Studium, weiterbildendes, berufsbegleitendes Studium
ECTS-Credit Points
120
Studienbeginn
zum Wintersemester 2017/18

Bewerbungsfrist

Sprache
Deutsch

Akkreditierung
Frühjahr 2015

Kontakt

Studiengangsleitung:
Prof. Dr. Heino Stöver
Gebäude 2, Raum 328
Telefon: (069) 1533-2823
Fax: (069) 1533-2809
hstoever@fb4.fra-uas.de
Sprechzeiten

Studiengangskoordination:
Ruta Augustinaite / Melanie Keckstein
Gebäude 2, Raum 328
Tel.: 069 1533-2813 (oder -3962)

info.suma@fb4.fra-uas.de

ruta.augustinaite@mc.fra-uas.de

 

 

Studium

Studienverlauf

Der Masterstudiengang umfasst insgesamt 120 ECTS über 6 Semester, wobei das 6. Semester ausschließlich der Erarbeitung der Masterthesis dient. Bereits vor Aufnahme in den Studiengang entscheiden Sie sich zwischen einer verhaltens­therapeutischen und einer psychoanalytischen Therapieausbildung. Neben dem Masterzeugnis erhalten Sie am Ende des Studiums die von der Deutschen Rentenversicherung Bund anerkannten Qualifikation zum/zur Suchttherapeut/in. Die Gruppengröße umfasst ca. 24 Studierende, in den suchttherapeutischen Schwerpunktmodulen ca. 12 Studierende. Damit ist ein reger Austausch der Studierenden untereinander und mit den Dozenten möglich.

Die Lehrveranstaltungen des Studiums werden vom 1. bis zum 5. Semester berufsbegleitend an sechs Wochenenden pro Semester von Freitag (14.00 – 19.30 Uhr) bis Samstag (9.00 - 17.00 Uhr) durchgeführt. Die Lerneinheiten der Therapieausbildung sind in Blockwochen organisiert. Der psychoanalytische Schwerpunkt umfasst über das gesamte Studium insgesamt 9 Blockwochen, der verhaltenstherapeutische Schwerpunkt umfasst insgesamt 8 Blockwochen. Im 6. Semester wird die Masterthesis geschrieben, die durch ein Gruppenangebot und Einzelbetreuung begleitet wird.

In der Lehre sind sowohl ProfessorInnen des Fachbereich 4 als auch führende ExpertInnen aus der Suchthilfepraxis engagiert, die über langjährige berufspraktische Erfahrungen sowie Lehrerfahrung verfügen. Die suchttherapeutischen Schwerpunktmodule werden von niedergelassenen Psycho­therapeutinnen und Psychotherapeuten gelehrt, die bereits seit vielen Jahren als Ausbilder in der außerhochschulischen Weiterbildung zum/zur Suchttherapeut/in des Gesamtverband für Suchthilfe e.V. tätig sind.  

Studienaufbau

Das sechssemestrige Masterstudium ist modular aufgebaut. Die Regelstudienzeit für die Erlangung des Abschlusses (Master of Arts) beträgt sechs Semester. Die wichtigsten Rahmenbedingungen im Überblick:

  • Weiterbildender, berufsbegleitender Masterstudiengang
  • 6 Semester Regelstudienzeit (Gesamtworkload 3.600 Std.)
  • Insg. 11 Module im Gesamtumfang von 120 ECTS-Punkten (20 ECTS-Punkte pro Semester)
  • Die Qualifikation zum/zur Suchttherapeut/in (verhaltenstherapeutisch oder psychoanalytisch) ist im Studiengang integriert.
  • Gebühren: 10.900 € (inkl. Semesterbeitrag/zahlbar in Semesterraten zu 1.817 €, Stand 11/2014). Neben dem Semesterbeitrag sind alle Lehrveranstaltungen, Gruppen-supervisionen, Prüfungen sowie die Begleitung und das Kolloquium der Masterthesis enthalten. Die Kosten für das Eignungsgespräch im Vorfeld der Zulassung zum Studium betragen zusätzlich 100 €.
  • Das Studium bietet verschiedene Lehr- und Lernformen: Vortrag, Präsentation, Seminare, Projekte, Einzel- und Gruppenarbeit, Kollegiale Fallberatung, Supervision, E-Learning.

Studieninhalte

Der Masterstudiengang qualifiziert die Studierenden zur eigenständigen Durchführung einer verantwortungsvollen suchttherapeutischen Behandlung im Rahmen Medizinischer Sucht­rehabilitation, Beratung und Betreuung über Eingliederungshilfen, der Psycho­sozialen Betreuung Substituierter und anderer Bereiche der Suchtkran­kenhilfe. Nach Abschluss des Masterstudiums verfügen die Absolvent/-innen über ein vertieftes Verständnis von Theorien, Modellen und Methoden der Sucht-/Sozialtherapie, über die Entstehung, Aufrechterhaltung und Behandlung von Suchterkrankungen und komorbider Begleiterkrankungen. Neben der Fähigkeit, sich auf unter­schiedliche Bedürfnisse von Klient/-innen bzw. Patient/-nnen einzustellen und eine professionelle und tragfähige Therapeut/-in-Patient/-in/Klient/-in-Beziehung aufzubauen, sind sie in der Lage, Problem­bereiche der Klientel entsprechend der verhaltenstherapeutischen oder aus der Psychoanalyse ent­wickelten Verfahren zu erfassen und zu beurteilen, eigenständig geeignete diagnostische Verfahren auszuwählen und anzu­wenden, Behandlungsziele festzulegen und geeignete Behandlungs­methoden auszu­wählen, durchzuführen sowie zu evaluieren. Des Weiteren werden die Studierenden befähigt, Leitungs- und Führungsaufgaben in Institutionen der Suchthilfe zu übernehmen sowie in verantwortlichen Positionen in der institutionellen Weiterentwicklung mitzuwirken. Dazu werden umfassende Aspekte und Methoden des institutionellen Managements, der Leitung und Mitarbeiterführung, Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung gelehrt. Sie sind weiterhin in der Lage, sich mit aktuellen wissenschaftlichen Diskursen eigenständig auseinander­zusetzen, diese unter den Spezifika der Einrichtungsbedingungen und Unterstützungsaufträge zu beurteilen, Implikationen für die Institution abzuleiten und an die Mitarbeiter/-innen in angemessener Form zu kommunizieren. Die Studierenden werden weiterhin über die projektorientierte Erweiterung und Vertiefung des Wissens über praxisnahe Suchtforschung mit Schwerpunkt qualitativer Forschung in die Lage versetzt, eigenständige Recherchen und Literatur­analysen durchzuführen, Forschungsfragen zu operationalisieren, Forschungsprojekte zu planen, geeignete empirischen Methoden auszuwählen, deren Umsetzung vorzubereiten und durchführen sowie die erhobenen Daten auszuwerten. Dabei verfügen sie nicht nur über eine hohe analytische Kompetenz, sondern ebenso über die Fertigkeit, aktuelle Entwicklungen der Suchtforschung zu erkennen und deren Relevanz für ihre Tätigkeit einzuschätzen. Die Methodenkenntnisse bereiten zugleich auf eine an den Master anschließende Promotion vor, für deren Umsetzung an der Frankfurt University of Applied Sciences Strukturen und Optionen vorhanden sind, die kontinuierlich ausgebaut werden.

E-Learning

In den Modulen wird begleitend das E-Learning Portal „Moodle“ eingesetzt. Damit werden gezielt u.a. Informationen, Arbeitsmaterialien und Aufgaben zu den einzelnen Lehrveranstaltungen und zum Selbststudium ausgetauscht. Weiterhin werden einzelne Webinare modulbegleitend durchgeführt. Diese ermöglichen die Vermittlung von Inhalten, den gemeinsamen reflexiven Austausch und die Diskussion von Themen in einem virtuellen Raum, in den sich die Studierenden von jedem internetfähigen PC einwählen können. Dazu notwendige Software bzw. Zugänge zu den Plattformen können den Studierenden kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.

Weitere Institutionen der FRA-UAS

Das ARCHIDO - Informations- und Forschungszentrum für Alkohol, Tabak, Medikamente, Drogen und Sucht ist ausgelagerter Teil der Bibliothek der Frankfurt University of Applied Sciences. Das ARCHIDO hat sich explizit die Sammlung, Dokumentation, Aufbereitung und Bereitstellung von Publikationen im multidisziplinären Forschung- und Arbeitsbereich "Sucht und Drogen" zur Aufgabe gestellt. Gegenwärtig verfügt die Präsenzbibliothek über ca. 92.000 Titel zu allen suchtrelevanten Themen. 

Das Institut für Suchtforschung Frankfurt am Main (ISFF) am Fachbereich 4: Soziale Arbeit und Gesundheit verfolgt praxisorientierte Forschungsprojekte mit den Schwerpunkten Versorgungs­forschung (Drogen­abhängigkeit, Infektions­krankheiten etc.), Gender Mainstreaming, Demografischer Wandel (Bedarfe älterer Drogenabhängiger), Drogenabhängigkeit in geschlossenen Institutionen etc.

Forschungsprojekte und -ergebnisse des ISFF werden in die Lehre integriert, damit wird ein schneller Wissenstransfer gefördert. Studierende des Masters können in laufende anwendungs­bezogene Forschungsprojekte einge­bunden werden. Fragestellungen im Rahmen der zu verfassenden Masterthesen können ferner an Forschungsperspektiven des ISFF anknüpfen und ggf. im Fachhochschulverlag, welcher sich durch einen Sucht-Schwerpunkt ausweist, veröffentlicht und in den wissenschaftlichen Diskurs gebracht werden. 

Webredaktion Fb4ID: 13304