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29
Mär

Die E-Zigarette: Ausstiegshilfe für Raucher/-innen oder Einstiegsmittel zum Tabakkonsum?

Einladung zum Hintergrundgespräch in Berlin / Vorstellung der Publikation „Die E-Zigarette – Geschichte, Gebrauch, Kontroversen“

Frankfurt am Main, 29. März 2017. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet im 21. Jahrhundert mit weltweit einer Milliarde Tabaktoten; die Zahl der erwachsenen Tabakraucher/-innen bleibt seit Jahren auf einem konstant hohen Niveau. E-Zigaretten stehen im Zentrum der gesundheitspolitischen Debatte um Rauchentwöhnung und Schadensminimierung. Bislang erkennen die WHO und die Gesundheitspolitik E-Zigaretten nicht als Mittel für den Ausstieg aus dem Tabakkonsum an.

Die Publikation „Die E-Zigarette – Geschichte, Gebrauch, Kontroversen" bildet die Basis für eine gesundheitspolitische Neuausrichtung der Diskussion um die Bedeutung und den Stellenwert der E-Zigarette in den Strategien der Rauchentwöhnung. Mit dem Band liegen erstmalig in deutscher Sprache umfangreiche Analysen und Einschätzungen zu den Chancen und Grenzen des Einsatzes von E-Zigaretten zur Rauchentwöhnung/-reduktion und zur Schadensminderung für (ehemalige) Raucher/-innen vor.

Umstritten war und ist die Frage, ob durch die E-Zigarette jugendliche Nicht-Raucher/-innen zum Einstieg in einen späteren Tabakkonsum motiviert werden (die sog. Gateway-These). Diese lasse sich, so die Autor/-innen der Publikation, jedoch empirisch nicht belegen. Hauptsächlich gehe es um eine Schadensminderungsdebatte für die öffentliche Gesundheit. Insofern sollte jeder Ansatz geprüft werden, der Aussicht darauf verspricht, Raucher/-innen zu helfen, Gesundheitsrisiken zu vermeiden.

Das Hintergrundgespräch wird geleitet von Prof. Dr. Heino Stöver, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Suchtforschung der Frankfurt University of Applied Sciences und Herausgeber des Sammelbands.

Beim Hintergrundgespräch werden kurze Statements gegeben von:
Prof. Dr. Heino Stöver
, Sozialwissenschaftler, Frankfurt University of Applied Sciences, Institut für Suchtforschung: „Schadensminderung"
Dietmar Jazbinsek, Soziologe, freier Journalist

Termin

Veranstaltungsort: FOM Hochschule für Oekonomie und Management
Bismarckstraße 107
10625 Berlin
5. Stock, Raum B/SR 5.04

Um Anmeldung und Rückfragen zum Hintergrundgespräch wird gebeten unter pressestelle@fra-uas.de, Tel.: 069/1533-3334.

Kontakt

Frankfurt University of Applied Sciences
Fachbereich 4: Soziale Arbeit und Gesundheit
Prof. Dr. Heino Stöver
Telefon: 069/1533-2823
hstoever@fb4.fra-uas.de

Weitere Informationen zum Institut für Suchtforschung unter: www.frankfurt-university.de/isff

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