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06
Apr

Spezielles Studienangebot macht Geflüchtete in zwei Semestern fit fürs Regelstudium

Frankfurt UAS führt Willkommensjahr für maschinentechnische Ingenieurstudiengänge fort und erweitert das Angebot um Architektur und Informatik

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) ermöglicht seit dem Sommersemester 2016 asylsuchenden und anerkannten Geflüchteten einen besonderen Einstieg in maschinentechnische Ingenieurstudiengänge (Maschinenbau, Produktentwicklung und Technisches Design, Service Engineering Maschinenbau sowie Mechatronik). Die Hochschule führt das Angebot im Sommersemester 2017 fort und erweitert es um spezielle Einführungen in die Studiengänge Architektur und Informatik. Beim „Willkommensjahr Frankfurt University of Applied Sciences“ für Geflüchtete mit Hochschulzugangsberechtigung werden diese bei der Klärung der formalen Zulassungsvoraussetzungen unterstützt, durchlaufen im ersten Studienjahr ein reduziertes Lehrprogramm in deutscher Sprache, verbessern ihr Deutsch im Intensiv-Unterricht und werden während dieser Zeit durch Mentorinnen und Mentoren betreut. Nach erfolgreichem Abschluss des Willkommensjahres ist der Einstieg in das zweite Semester des Fachstudiums möglich.

Gerne laden wir Sie als Medienvertreter/-in zu der Auftaktveranstaltung am 13. April 2017 ein, bei der wir unsere Teilnehmenden am Willkommensjahr offiziell an der Hochschule begrüßen. Die Frankfurt UAS gibt 48 Geflüchteten die Chance am Willkommensjahr teilzunehmen.

Termin Auftaktveranstaltung:

Donnerstag, 13. April 2017
13.30 Uhr bis 14.00 Uhr
Nibelungenplatz 1
Gebäude 4
1. Stock
Raum 111/112

„Das hybride Konzept des Willkommensjahrs Maschinenbau für Geflüchtete – mit Fachkursen, Sprachunterricht und einer intensiven Betreuung – war sehr erfolgreich. Die Teilnehmenden haben sich an unserer Hochschule integriert. Einige von ihnen streben nun im Sommersemester 2017 ein reguläres Studium an, andere sind in einen Ausbildungsberuf gewechselt“, freut sich Prof. Dr. Hans-Reiner Ludwig, Studiendekan des Fachbereichs Informatik und Ingenieurwissenschaften der Frankfurt UAS und Initiator des Projekts. „Menschen, die ihr Ingenieurstudium in ihrer Heimat wegen Krieg oder Verfolgung nicht antreten oder beenden konnten, eine adäquate Perspektive zu bieten, ist für uns die größte Motivation, das Programm fortzusetzen. Meine Erfahrung aus der ersten Runde ist: Wenn Integration gelingen soll, müssen wir die Menschen da abholen, wo sie in ihrer Bildungsbiografie stehen geblieben sind. Die Arbeit mit den Geflüchteten hat uns gezeigt, dass ein Leben in Frieden und Freiheit keine Selbstverständlichkeit ist, sondern ein hohes Gut. Unseren Werten entsprechend steht das Projekt dafür, dieses Gut zu teilen und mit Bildung und Wissenschaft eine Brücke zwischen den Kulturen zu schlagen.“

Am ersten Durchgang haben 21 Geflüchtete aus neun Ländern teilgenommen. Die Teil­nehmenden beherrschen die deutsche Sprache dank intensivem Unterricht mittlerweile auf sehr gutem Niveau. Dieser Spracherwerb wird weiter professionalisiert, bis das Ziel, die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH), erreicht ist. Aus fachlicher Sicht konnte das Wissen durch Fachkurse und Tutorien vertieft werden. Im betrieblichen Praktikum haben die Teilnehmenden erste Praxiserfahrung gesammelt. Die Betriebe haben die Hochschule mit großem Engagement und Flexibilität unterstützt und die praktische Integration der Teilnehmenden gefördert. Tesfalem Mebrahtu Andemichael aus Eritrea fasst seine Erfahrungen folgendermaßen zusammen: „An der Hochschule in Deutschland ist vieles anders als in meinem Heimatland. Im Willkommensjahr habe ich viel Unterstützung erhalten und die Professorinnen und Professoren sind alle sehr freundlich. Dadurch wird man motiviert.“

Die besten Personen der ersten Runde werden nach dem Projekt direkt im Sommersemester in das zweite Semester des Fachstudiums Maschinenbau übergehen. Andere können nach erfolgreicher Deutscher Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH) im Wintersemester im ersten Semester anfangen. Einige Personen werden einen DSH-Vorbereitungskurs machen, sodass sie ebenfalls ab Wintersemester studieren können, davon zwei Personen, die sich für ein Masterstudium bewerben. Einige Personen sind bereits in eine Ausbildung gewechselt oder möchten eine Ausbildung starten. Manche Personen werden zunächst ein Studienkolleg vor dem Studium besuchen, für das sie jetzt ausreichende sprachliche Qualifikationen haben und bereits erste Fachkenntnisse.

„Wir sind die Hochschule der Chancen: als eine in jeder Hinsicht offene Institution sind wir einer der starken Integrationsmotoren der Region. Mit dem Willkommensjahr haben wir 2016 ein wichtiges Zeichen in der aktuellen Flüchtlingsdebatte gesetzt. An dieses Erfolgsmodell möchte wir 2017 anknüpfen und mit der Erweiterung um zwei zusätzliche Bereiche noch mehr Geflüchteten eine Perspektive an unserer Hochschule bieten“, bekräftigt Vizepräsidentin Prof. Dr.-Ing. Kira Kastell. 

Das Projekt wird finanziert durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) sowie ergänzend durch integra-Mittel des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Zudem erhielt das Projekt zahlreiche Spenden vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) Frankfurt-Darmstadt und von (ehemaligen) Hochschulangehörigen.

Weitere Informationen zum Willkommensjahr Architektur:
www.frankfurt-university.de/willkommensjahr/fb1
mehr zum Willkommensjahr für maschinentechnische Ingenieurstudiengänge und Informatik: www.frankfurt-university.de/willkommensjahr
Internationale Zulassung – Sondersprechstunde für Studieninteressierte mit Fluchthintergrund am International Office: www.frankfurt-university.de/?469

 

Kontakt:

Frankfurt University of Applied Sciences
Fachbereich 1: Architektur • Bauingenieurwesen • Geomatik
Tel.: +49 69 1533-2742
willkommen@fb1.fra-uas.de
Fachbereich 2: Informatik und Ingenieurwissenschaften,
Tel.: +49 69 1533-2256
willkommen@fb2.fra-uas.de
International Office
Clara Fenocchio
Tel.: +49 69 1533-3846
willkommen@io.fra-uas.de

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