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Wie können MINT-Inhalte in der Lehre für die heterogene Gruppe der Studierenden bedarfsgerecht aufbereitet werden? Und wie kann stereotypen Geschlechterklischees entgegengewirkt werden, um ein MINT-Studium auch für weibliche Studierende ansprechend und gerecht zu gestalten?

Ziel dieser Seite ist es, Ihnen als Lehrende und lehrnahe Mitarbeitende einen anwendungsbezogenen Einstieg in das Thema 'Gender und Diversität in der Lehre' zu ermöglichen. Anbei finden Sie Links zu gut aufbereiteten Inhalten in Form von Toolboxen, virtuelle Werkzeugkoffer. Sie enthalten handliche Arbeitsinstrumente für den Hochschulalltag, die bei der Planung und Gestaltung der Lehrveranstaltungen für heterogene Studierendengruppen unterstützen können. Hier finden Sie Informationen, Anregungen und Hinweise, auch speziell für MINT-Fächer. 

Einführende Toolboxen zu Gender und Diversität

 

Die Toolbox Gender und Diversity in der Lehre der FU Berlin ist eine der ausführlichsten und grundlegendsten Gender-Toolboxen im deutschsprachigen Raum. Sie versammelt in Form eines Online-Portals Handreichungen und Informationen zu gender- und diversitybewusster Lehre. Ausführlich werden Leitlinien für eine machtkritische Lehre dargelegt.

 

 

Das Verbundprojekt „Gendering MINT digital – Open-Science aktiv gestalten zwischen der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Hochschule Offenburg bereitet Genderwissen zu MINT in neuen digitalisierten und multimedialen Formatenauf. So soll eine Erweiterung der Wissensvermittlung ermöglicht werden.

 

Mit Beispielen aus dem Fahrzeugbau finden Sie Techniken und Anwendungsbezug in der Handreichung zur Integration von Gender- und Diversity-Aspekten in die ingenieurwissenschaftliche Lehre. Braunschweig: Maria-Goeppert-Mayer-Professur am Institut für Flugführung und Institut für Konstruktionstechnik. Das Gender- und Technik-Zentrum der Beuth Hochschule für Technik schließt mit dieser Gender-Toolbox die Lücke zur Anwendungsorientierung von Gendersensibilität in den Ingenieurwissenschaften. Sie beantwortet nicht nur die Frage nach dem „Warum“, sondern vor allem nach dem „Wie“ von Veränderungen in Lehre und Forschung.

 

Prof. Dr. Helene Götschel, Maria-Goeppert-Mayer-Professur für Gender Studies in den Ingenieurwissenschaften und der Informatik, Hochschule Hannover: Grundlagen der Ingenieurwissenschaften gender- und diversityreflektiert lehren. Wie kann Physik gender- und diversityinformiert gelehrt werden, wenn der Unterrichtsstoff selbst kaum Ansatzpunkte bietet, Ergebnisse der Gender und Diversity Studies einfließen zu lassen oder vergeschlechtlichte Fachinhalte und Unterrichtsmaterialien zu thematisieren? Und wie lassen sich gleichzeitig mit der Vermittlung physikalischer Grundlagen Kompetenzen über das Hinterfragen von Repräsentationen und Normen vermitteln? In der Präsentation der Tagung „Gender in die Lehre der Ingenieurwissenschaften!“ des Gender- und Frauenforschungszentrums der Hessischen Hochschulen finden Sie hierzu Einblicke und weiterführende Hinweise. Die gesamte Dokumentation der Tagung finden Sie auf der Seite von GenderFoLi.

Stereotyp Threat

Gesellschaftliche Stereotype, seien sie positiv oder negativ, existieren über alle sozialen Gruppen. Sie unterscheiden sich jedoch in Umfang und Verbreitung und betreffen Menschen in verschiedenen Situationen aufgrund der über sie bestehenden Vorurteile sehr unterschiedlich. Empirische Forschung hat gezeigt, dass die Existenz solcher Stereotype die Leistung von Betroffenen erheblich negativ beeinflussen kann. Dieses Phänomen wurde bekannt als Stereotyp Threat und ist ein mittlerweile gut erforschtes Feld.

In diesem Video (8:18 Minuten) erklärt Claude Mason Steele, einer der Forschenden, die den Stereotype Threat zum ersten Mal empirisch nachwiesen, den Begriff und die Studie, die ihn einer größeren Öffentlichkeit bekannt machte.

Gerade für Lehrende an Hochschulen kann das Bewusstsein über den Stereotype Threat eine Chance sein, von negativen Stereotypen betroffene Studierende zu unterstützen und möglichst faire Bedingungen für alle zu schaffen.  

Hanne ReutherID: 12109
letzte Änderung: 02.04.2025